Auf Eschenfelden zugeschnitten

Wer in der Schule beim Abschreiben erwischt wird, handelt sich Ärger ein. Wer dagegen das Konzept der Nahwärme in Eschenfelden kopiert, hat ein dickes Lob verdient. Das meinen die Kreisräte der SPD.

Zu ihrer monatlichen Sitzung traf sich die Kreistagsfraktion der SPD diesmal in Eschenfelden. Dabei informierten sich die Teilnehmer über die neue Nahwärmeversorgung. Bürgermeister Hans Durst führte in die Vorgeschichte ein.

Mit den abschließenden Arbeiten, die jetzt laufen, sei die Baumaßnahme innerhalb von zwölf Monaten erledigt gewesen. Zur Planung habe man sich viel mehr Zeit gelassen und die Bürger von vornherein mit ins Boot geholt. "Im Endeffekt sind 60 Anschließer dabei herausgekommen und eine Anlage, die Pellets vergast, Strom liefert und mit der Abwärme die Heizleistung bringt", bilanzierte Durst. Mit Wärmegewinnung alleine hätte es sich nicht gerechnet.

Warum Pellets und nicht Biomasse? Helmut Wendler erklärte, dass zur Vergasung die Holz-Pellets die bessere Variante seien. Er lege Wert darauf, mit den Ressourcen möglichst schonend umzugehen. Das Blockheizkraftwerk sei genau auf die Bedürfnisse des Orts zugeschnitten. Als Modellprojekt habe die Anlage Fördermittel erhalten.

"Das BHKW läuft wärmegeführt", erläuterte Wendler. Nur dann, wenn Wärme benötigt wird, springe die Anlage an. Übrig bleibe ein Restrohstoff, der noch etwa acht Prozent Energie beinhalte. Dafür werde derzeit noch eine weitere Verwendung gesucht, sagte der Geschäftsführer.

Winfried Franz, Sprecher der Kreistagsfraktion der SPD, zeigte sich angetan von diesem Projekt. "Hier wurde kein Schnellschuss gemacht und das Interesse der Wirtschaft eingebunden zum Nutzen der Bürger. Ein gutes Beispiel, das auch in anderen Gemeinden nachahmenswert wäre." Ein Kompliment kam auch vom Bürgermeister a.D. Richard Gaßner aus Kümmersbruck. Dem Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl gefiel besonders, dass "eine passgenaue Lösung gesucht wurde".
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