Auf Knoll folgt Knoll
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Nach mehr als 30 Jahren verabschiedet sich Dr. Bernd Knoll (ab Dritter von rechts) in den Ruhestand. Es übernimmt Sohn Dr. Sebastian Knoll. Er führt die Praxis weiter mit Dr. Thomas Arnold (links) und dem bewährten Praxisteam. Bild: do
Eschenbach. (do) Am Dienstag war Schluss. Dr. Bernd Knoll hing sein Stethoskop an den berühmten Nagel. Nach mehr als 30 Jahren als Hausarzt ist der Allgemeinmediziner seit heute, 1. April, Ruheständler. Die gute Nachricht folgt sogleich. Es droht keine Schließung, der Mediziner hat vorgesorgt, zunächst mit der Gründung der Gemeinschaftspraxis mit Dr. Thomas Arnold.

Die führt nun Sohn Sebastian Knoll weiter. Während überall auf dem Land der Medizinernachwuchs fehlt, schaffte es Dr. Bernd Knoll, seine Praxis selbst zu erneuern. Sohn Sebastian Knoll setzt die Familientradition fest. In den vergangenen beiden Jahren lernte der Junior als Assistenzarzt in der Praxis. Seit der Facharztprüfung im Februar gehört er zum Kreis der Allgemeinmediziner. Zusätzlich bildete sich der Junior, Jahrgang 1980, zum Palliativmediziner fort.

Nach dem Abitur studierte Dr. Sebastian Knoll vier Semester in Budapest, danach von 2005 bis 2009 bis zum dritten Staatsexamen an der Universität in Regensburg. Berufserfahrung sammelte er als Assistent des aus Kirchenthumbach stammenden Professors Dr. Holger Rupprecht am Klinikum in Fürth und von 2011 bis 2013 bei Professor Dr. med. Robert H.G. Schwinger im Klinikum Weiden.

Für Bernd Knoll endet nach 33 Medizinerjahren ein aufregendes, abwechslungsreiches und spannendes Berufsleben. Zunächst als Assistent beim Eschenbacher Dr. Hans Fuchs tätig, dem Urtyp eines Land- und Allgemeinarztes, beteiligte sich Dr. Knoll ab 1983 an dessen Gemeinschaftspraxis, um dann 1985 eine Einzelpraxis zu eröffnen. Zur Erweiterung des Angebotes folgte vor gut zehn Jahren die Gründung einer Gemeinschaftspraxis mit Dr. Arnold. Mit Dr. Knolls Ausscheiden geht eine Ära zu Ende. Er war ein Hausarzt wie aus dem Serien-Drehbuch, nahe am Menschen. Viele Patienten werden den kompetenten, stets freundlichen Doktor vermissen. Ungezählt bleiben die Stunden im ärztlichen Bereitschaftsdienst. Er gehörte zur Gründermannschaft des Notarztstandortes. Am Dienstag verabschiedete sich das Praxisteam mit Blumen, versteckten Tränen und vielen guten Wünschen.
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