Auf Nummer sicher

Jeder, der einen Arzt braucht, sollte zwei Telefonnummern kennen: 116 117 und 112 .

Die 116 117 ist die Vermittlung der Kassenärztlichen Vereinigung. Kurz gesagt braucht sie jeder, der einen Hausarzt außerhalb der Sprechzeiten benötigt, also wegen Husten, Schnupfen, Rheuma, Migräne, Bauchweh oder Durchfall. Die Zentrale teilt mit, welcher Bereitschaftsarzt Dienst hat. Dort sollte der Patient dann hinfahren wie sonst in die Praxis.

Häufig verwechselt wird diese Nummer mit der 112 . Wer sie wählt, landet in der Integrierten Rettungsleitstelle in Weiden. Dort schildert der Patient dem Disponenten seine Beschwerden. Die Fachkraft entscheidet danach, ob es sich um einen Fall für den Bereitschaftsarzt oder für den Notarzt handelt. Denn dessen Anschluss ist die 112.

Er sollte nur in folgenden Fällen gerufen werden: starke Herzbeschwerden, schlimme Schmerzzustände, Bewusstlosigkeit oder Bewusstseinsstörung, starke Atembeschwerden, akute Blutungen, Unfälle mit erheblichen Verletzungen, Vergiftungen, Brände, Ertrinkungsunfälle, Stromunfälle, Suizidversuche, akute Krampfanfälle.

Unsicherheit herrscht nach der Erfahrung von Medizinern oft bei der "Pille danach". Mädchen unter 18 Jahren sollten die 116 117 wählen und nach dem gynäkologischen Bereitschaftsarzt fragen, junge Frauen über 18 gehen zur Notfallapotheke. (phs)
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