"Auf Probe" bei den Imkern

Mit der Ernennung von (von links) Bruno Uhl, Josef Völkl, Hans Krapf und Konrad Albersdörfer zu neuen Ehrenmitgliedern ging die Jahreshauptversammlung des Imkervereins zu Ende. Bild: gpa

Erfreuliches vermeldet der Imkerverein: Nach Jahren des Stillstands liegt die Mitgliederzahl bei den aktiven Bienenzüchtern wieder über der Hunderter-Marke. Dafür sorgen elf "Imker auf Probe": Jugendliche unter 16 Jahren, die Paten haben.

Einschließlich zweier Jugendlicher über 16 Jahren besteht der Imkerverein damit aus 109 aktiven und 14 passiven Bienenzüchtern sowie sieben Ehrenmitgliedern, teilte Vorsitzender Hans Krapf bei der Jahreshauptversammlung im Kleintierzüchterheim mit. Er hofft wie alle Mitglieder, dass die "Imker auf Probe" auf Dauer ihre Freude an der Bienenzucht bewahren und so der deutlichen Überalterung unter den Aktiven einen Riegel vorschieben.

Von zahlreichen Aktivitäten des Vorstands war im Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden die Rede. Das Gremium traf sich von Januar bis Oktober neun Mal; behandelt wurden unter anderem Zuschussanträge und der Kauf einer Leinwand für Schulungen im Lehrbienenstand, die Pflanzung von Bienensträuchern, der Ankauf von Behandlungsmitteln und die Vorbereitung des Imkerfestes. Erörtert wurden auch die vom Landesverband angeordneten höheren Mitgliederpreise, der Honigpreis und die Anlieferung von Honig.

Met, Honig, Bienencreme

Der Imkerverein werde wieder auf dem Weihnachtsmarkt beim "Taubnschuster" vertreten sein, kündigte Hans Krapf an. Neben Zuckerwatte gibt es am Stand auch Met, Honig und Bienencreme. Der Vorsitzende lud zudem zur Ambrosiusfeier am Sonntag, 7. Dezember, nach Oberbibrach ein. Beginn ist um 18 Uhr mit einem Gottesdienst in der Expositurkirche St. Johannes, danach geht es im Schützenhaus traditionell mit dem Abendessen weiter. Anmeldungen sind bis 3. Dezember beim Vorsitzenden, Telefon 09647/268, möglich.

Kurz ging Krapf auf die Planung für 2015 ein, die im ersten Halbjahr einen Anfängerkurs vorsieht, den Fachberater Werner Zwillich halten wird. Er ist auch zuständig für einen weiteren Anfängerkurs, in dem es um die praktische Arbeit geht, sowie einen Honigkurs und einen Zuchtkurs mit praktischen Übungen. Ebenfalls vorgesehen als Themen sind "Honigbearbeitung und -lagerung". Im Programm sind des Weiteren ein Vortrag über Bienenkrankheiten und ein Kurs "Wachsgewinnung und -pflege".

Die vier großen "R"

Diskutiert wurde dann über das Bayerische Varroabekämpfungskonzept mit den vier großen "R": "Rechtzeitig behandeln, Rückstände vermeiden, Reinvasion berücksichtigen, Resistenzen vorbeugen". Die Entnahme der Drohnenbrut ist eine Maßnahme bei starker Varroinfizierung (bei sichtbaren Brut- und Bienenschäden), die die weitere Zunahme des Befalls erheblich reduziert.

Generell sind die brutfreie Phase nach der Jungvolkbildung zu nutzen und bienenbesetzte Waben mit Milchsäure einzusprühen. Den Frühjahrsbehandlungen folgt im Sommer die Behandlung brütender Völker mit Ameisensäure und Thymol, im Winter wird dann bei brutfreien Völkern Milch- und Oxalsäure eingesetzt.
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