Auf SV 08 Auerbach wartet beim Aufsteiger Anzing alles andere als ein Spaziergang
Stolpergefahr für Spitzenreiter

Auf dem Papier sieht es nach einer leichten Aufgabe aus: Spitzenreiter SV 08 Auerbach tritt im letzten Spiel der Handball-Bayernliga vor der Weihnachtspause beim Tabellenelften SV Anzing an. Doch Trainer Tobias Wannenmacher warnt seine Spieler davor, die Oberbayern auf die leichte Schulter zu nehmen. Anwurf ist am Samstag, 13. Dezember, um 18.30 Uhr in der Gymnasiumshalle Markt Schwaben.

Der Aufsteiger spielte in der vergangenen Saison in einer Spielgemeinschaft mit dem Team aus Kirchheim und firmierte unter HSG Kirchheim/Anzing. Aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen über die sportliche Zukunft trennten sich die Vereine jedoch und treten seither in unterschiedlichen Ligen an.

Von vielen wurden die "Anzinger Löwen" als einer der ersten Abstiegskandidaten gehandelt. Allerdings starteten sie besser in die Saison als vermutet. Zwei Siege und zwei Unentschieden in den ersten sechs Partien brachten dem Team um Trainer Hubert Müller zwischenzeitlich Platz acht in der Tabelle. Seither jedoch verloren die Oberbayern fünf Mal und stützten in der Tabelle auf Rang elf ab. Rechtzeitig zum Spiel gegen den Spitzenreiter gelang am vergangenen Wochenende aber ein überraschender 32:28-Sieg beim letztjährigen Tabellendritten TSV Unterhaching. Trainer Hubert Müller, selbst jahrelang Trainer und Vorstandsmitglied in Unterhaching und seit 2012 verantwortlich für die "Löwen", traf dabei nicht nur auf sein ehemaliges Team, sondern auch auf seinen Sohn Marco, der den TSV trainiert. Dabei zeigten die Anzinger wieder einmal, dass sie einen schnellen und modernen Handball spielen und eine aggressive und massierte Abwehr bevorzugen. Mit dieser Spielweise schaffte das Team im Vorjahr mit großem Vorsprung und der mit Abstand besten Defensive die Meisterschaft in der Landesliga Süd. Obwohl in der laufenden Saison mit Jonathan Limbrunner (63 Tore), Philip Ball (56) und Matthias Haberthaler (50) drei der stärksten Bayernliga-Torschützen in Reihen der Oberbayern stehen, haben nur drei Teams weniger Treffer erzielt.

"Anzing ist sehr schwer auszurechnen", sagt Auerbachs Trainer Tobias Wannenmacher. "Auch wenn wir in der Vorbereitung bei einem Turnier in Fürstenfeldbruck deutlich gegen sie gewonnen haben, wäre es fatal, dieses Team zu unterschätzen. Nicht erst beim Sieg gegen Haching haben sie gezeigt, dass man immer mit ihnen rechnen muss. Selbst Waldbüttelbrunn hat sich hier sehr lange schwer getan und erst am Ende das Spiel für sich entschieden. Außerdem haben sie offenbar ein ähnlich lautstarkes Publikum wie wir."

Personell haben die Oberpfälzer einige Sorgen. "Ich weiß nicht, ob Ralph Weiss diesmal dabei sein kann, oder ob er wieder beruflich verhindert ist", sagt Wannenmacher. Philipp Schöttner war unter der Woche krank und Wannenmacher selbst laboriert seit dem Spiel gegen Sulzbach an einer schmerzhaften Kapselverletzung in der Hand.

SV 08 Auerbach: Tor: Walzik, M. Müller. Feld: Tannenberger, Weiss (?), Lux, Wannenmacher, Schnödt, Herold, Schmidtke, Schramm, F. Müller, Wolf, Schöttner.
Weitere Beiträge zu den Themen: Auerbach (9489)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.