Aufeinander zugehen

Einer der drei Züge erreicht die Innenstadt von Auerbach und steuert das Fest der Begegnung auf dem Marktplatz an. Bilder: swt (2)

Den heißen Temperaturen zum Trotz pilgerten am Sonntag rund 1000 Gläubige zum Marktplatz nach Auerbach. Dort erreichte die ökumenische Wallfahrt des Dekanats Auerbach-Pegnitz ihr Ziel.

Drei Wallfahrtszüge hatten sich in Degelsdorf, an der Christuskirche und der Siechenkapelle zum Guten Hirten aufgemacht. Betend und singend gingen die Pilger durch die sonnigen Straßen, angeführt von Dekan Dominik Sobolewski, seinem evangelischen Kollegen Gerhard Schoenauer und Regionaldekan Dr. Josef Zerndl aus Bayreuth. In der Stadtmitte hatten der Pfarrgemeinderat und verschiedene kirchliche Vereine festlich geschmückte Tische vorbereitet.

Am Marktplatz zelebrierten die Geistlichen einen gemeinsamen Gottesdienst. Im Mittelpunkt stand das Thema Krieg und Frieden. Im Hinblick auf die Krisen in der Ukraine, in Syrien, aber auch auf die endlosen Flüchtlingsströme sei das Thema präsenter denn je.

Als gelebte Ökumene bezeichneten die Priester die gemeinsame Wallfahrt. Die Konfessionen würden aufeinander zugehen und zusammenarbeiten. Dekan Dr. Gerhard Schoenauer überreichte an seinen katholischen Kollegen einen Playmobil-Luther. Dominik Sobolewski stimmte zu. Man helfe sich gegenseitig und wisse miteinander zu feiern. Das Fest der Begegnung nutzen die vielen Christen beider Konfessionen zu einem regen Austausch.

Dr. Josef Zerndl überbrachte die Grüße von Erzbischof Ludwig Schick. Er lud die Gläubigen ein, im nächsten Jahr in Bayreuth dabei zu sein. Zum Gelände der Landesgartenschau führt 2016 am letzten Sonntag im Juni eine gemeinsame Wallfahrt der Konfessionen. Schon in vier Wochen wird Zerndl in Auerbach Dominik Sobolewski übrigens als Pfarrer und Dekan verabschieden.
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