Aufenthalt etwas versüßt
Im Blickpunkt

Tirschenreuth. (jr) "Ich danke Euch. Was Ihr geleistet habt, ist nicht selbstverständlich", lobte Landrat Wolfgang Lippert allen, die sich derzeit um die 120 Flüchtlinge bemühen. Ganz besonderer Dank galt Hausmeister Thomas Koller, der mit viel persönlichem Einsatz dafür sorgt, dass auch alles funktioniert. Derzeit sind 120 Personen in der Dreifachturnhalle untergebracht, darunter auch 27 Kinder. Ob und wann weitere Flüchtlinge nach Tirschenreuth kommen, ist derzeit noch nicht absehbar.

In der kommenden Woche beginnt der Landkreis mit der Auszahlung der Leistungen. Jeder Flüchtling erhält, die Kinder etwas weniger, pro Monat insgesamt 183 Euro für Essen, Bekleidung und Hygieneartikel.

Der Landrat dankte allen Hilfsorganisationen für die Unterstützung. "Es ist ein Netzwerk entstanden, mit dem Ziel, in Not geratenen Menschen zu helfen." Julia Zeitler (Caritas) räumte auf mit dem Vorurteil, dass die Einzäunung etwas mit ausgebrochenen Krankheiten zu tun habe. "Der Zaun dient ausschließlich der Sicherheit der Flüchtlinge und schützt sie vor möglichen Übergriffen. Dazu trägt auch die Security mit bei." Abschließend verteilte der Landrat Süßigkeiten und kleine Knabbereien an die Kinder. Im Nu waren die beiden Körbe ausgeräumt.

Hintergrund Lehrstellenmarkt mit Perspektiven

Tirschenreuth. Die Chancen stehen für die Jugendlichen gut: Rund 140 offene Ausbildungsangebote sind derzeit noch unbesetzt. Dem stehen 105 Bewerber gegenüber, die noch auf der Suche sind. "Flexibilität ist bei den Jugendlichen und den Arbeitgebern gefragt: Lässt sich der Wunschberuf nicht verwirklichen, so bieten sich den jungen Menschen viele interessante Alternativen", informiert Gerlinde Sollacher-Kraus, die Leiterin der Arbeitsagentur.

Die Palette der Berufe reicht vom/von der Fachverkäufer/-in, Kaufmann/-frau für Büromanagement, Industriemechaniker/-in bis zum/zur Elektroniker/-in Fachrichtung Betriebstechnik. "Die Arbeitgeber sollten allerdings die Talente der Bewerber nicht nur nach den Schulnoten bemessen", so Sollacher-Kraus. "Ab dem kommenden Ausbildungsjahr unterstützen wir lernbeeinträchtigte oder sozial benachteiligte Jugendliche und deren Ausbildungsbetriebe mit einem neuen Förderinstrument. Unternehmen, die sich für die "Assistierte Ausbildung" (AsA) interessieren, beraten wir gerne." Informationen erteilt der Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur unter 0 800 4 5555 20.
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