Aufgerüsteter 1. FC Nürnberg II gewinnt glatt mit 3:0 - Zwei Gegentreffer umstritten
FC Amberg vorne zu harmlos

1:0/2:0 (4./52.) Ivan Knezevic, 3:0 (55.) Stefan Kutschke - SR: Lothar Ostheimer (Sulzberg) - Zuschauer: 361

Der FC Amberg verlor in der Fußball-Regionalliga gegen einen mit vier Spielern (Ondrej Petrak, Willi Evseev, Stefan Kutschke und Philipp Hercher) aus dem Zweitliga-Kader verstärkten 1. FC Nürnberg II. Bei der 0:3-Niederlage fehlte der Elf von Trainer Timo Rost die Durchschlagskraft in der Offensive, zudem waren zwei der Gegentreffer umstritten.

"Ein verdienter Sieg der Nürnberger, die aber um ein bis zwei Tore zu hoch ausfiel", sagte Ambergs Teammanager Hubert Kirsch. "Aber: Wir haben uns gegen eine aufgerüstete FCN-Reserve teuer und gut verkauft und sind nach wie vor fünf Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. Jetzt gilt es am nächsten Wochenende im Sechs-Punkte-Spiel gegen den Mitaufsteiger SV Viktoria Aschaffenburg den ganz entscheidenden Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen."

Die Gastgeber gingen vor 361 Zuschauern bereits in der 4. Minute in Führung: Kutschke setzte sich im Amberger Strafraum durch und legte geschickt von der Grundlinie aus auf Ivan Knezevic zurück, der aus zehn Metern mit einem strammen Flachschuss traf.

Das 1:0 verlieh den Nürnbergern noch mehr Sicherheit, sie bestimmten das Spiel, ließen Ball und Gegner laufen. In der 18. Minute verfehlte Evseev mit einem 18-Meter-Volleyschuss nur um Zentimeter das Tor. "Wir konnten uns erst ab der 25. Minute etwas vom Druck befreien und waren dann gleichwertig", analysierte Kirsch. So hatte der FC Amberg durch Hauck (34.), dessen Versuch aus 18 Metern aus halbrechter Position rechts vorbeisegelte, durch Benjamin Werner, dessen Bogenlampe FCN-Schlussmann Sebastian Kolbe entschärfte (37.), und durch Sven Seitz, dessen Schuss Kolbe zur Ecke lenkte (44.), die ersten Torraumszenen. "Ein ähnlicher Verlauf wie zuletzt in Memmingen. Wenn wir daran in der zweiten Hälfte anknüpfen können, haben wir noch eine Chance", sagte der Amberger Teammanager beim Seitenwechsel.

Dass der Wunsch der Vater des Gedanken blieb, lag aber in erster Linie am Club: Denn der sorgte zu Beginn des zweiten Durchgangs schnell für klare Verhältnisse: Petraks Hammer aus 20 Metern ging noch knapp drüber (50.), ehe Knezevic in der 52. Minute und Kutschke drei Minuten später für die frühe Entscheidung sorgten. Beim umstrittenen 2:0, bei dem der Ball zuvor im Aus war, leistete Zweitliga-Akteur Hercher die Vorarbeit. Das 3:0 - hier übersah das Schiedsrichtergespann eine Abseitsstellung - entstand einer Co-Produktion des Profi-Duos Hercher/Kutschke. Es dauerte bis zur 59. Minute, ehe Amberg ein Signal gab: Christian Knorrs Schuss vom Strafraumeck ging jedoch knapp am Pfosten vorbei. Nürnberg verwaltete nun den sicheren Vorsprung, so dass die Oberpfälzer wieder mehr Anteile hatten.

Mehr Zug zum Tor hatten aber die Gastgeber: Petrak hätte einen Fehler der Amberger beinahe mit dem 4:0 bestraft, doch FC-Schlussmann Matthias Götz parierte den 18-Meter-Schuss.
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