Aufpassen oberstes Gebot

Bei einem kleinen Erste-Hilfe-Kurs wurde den Kindern gezeigt, wie sie wirkungsvoll helfen können. Bild: Schieder

Unfälle vermeiden und helfen, wenn trotzdem etwas passiert: Beim großen Verkehrs- und Sicherheitstag der Grundschule wurde das Gefahrenbewusstsein der Schüler geschärft. In Theorie und Praxis kam besonders die Aufmerksamkeit zur Geltung.

Wissende Kinder sind geschützte Kinder. Viele der Kleinen hatten noch nie etwas vom sogenannten "toten Winkel" gehört und die wenigsten wussten mit diesem Begriff etwas anzufangen. Mit Hilfe des ADAC erfuhren sie, dass sie in einem bestimmten Bereich eines Fahrzeugs, so auch beim Schulbus, für den Fahrer überhaupt nicht zu sehen sind. Und damit steigt die Gefahr im wahrsten Sinne des Wortes "unter die Räder zu geraten". Gerangel mit Herumschubsen und Gedränge an der Bushaltestelle und im Bus ist nicht nur unfair gegenüber den Altersgenossen, sondern kann auch richtig gefährlich werden.

Die Ohren spitzen

Zu leicht kann es dabei zu Verletzungen kommen. Und so zeigte Georg Köbler, Chef eines ortsansässigen Busunternehmers, wie man sich richtig im Bus verhält. Angefahren wurden die verschiedenen Bushaltestellen mit richtigem Ein- und Aussteigen.

Die Straße an völlig unübersichtlichen Stellen überqueren, das geht gar nicht. Tina Schmidt, Chefin der Polizeistation Nittenau, ging mit den Schülern durch die Straßen von Fischbach, die in Schulnähe lagen und einen gewissen Knotenpunkt im Straßennetz darstellten. Es reicht eben nicht, nur links, rechts und wieder links zu schauen, sondern auch die Ohren sollen gespitzt werden, um herannahende Fahrzeuge zu hören und entsprechend vorsichtig reagieren zu können: Im Zweifelsfall stehenbleiben. Ein Auto kann nicht sofort anhalten, auch wenn der Fahrer noch so schnell reagiert und ganz fest auf die Bremse drückt. Die Verkehrswacht Nittenau nahm den Bremstest mit den Kindern vor, die sich dadurch in die Lage des Autofahrers versetzen konnten. Und wenn dann doch einmal etwas passiert ist? Trotz aller Vorsicht kann es zu Unfällen kommen. Oder jemand wird plötzlich krank. Martina Dobler-Maier von der Johanniter-Unfallhilfe Regensburg spielte mit den Kindern Notfallsituationen durch.

Wichtig ist das korrekte Absetzen eines Notrufs. Wie geht man mit einem Verletzten um? Was ist die stabile Seitenlage? Viel Spaß hatten die Kinder beim gegenseitigen Verbinden von imaginären Wunden. Schulleiter Oskar Duschinger dankte allen Beteiligten für ihr Engagement rund um die Sicherheit der Kinder.
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