Aufreibende Fußballsaison

Seit 50 Jahren gehören (sitzend, von links) Siegfried Köller und Karl Doleschal dem TSV Königstein an. Stehend von links Vorsitzender Christian Koch mit den Jubilaren Wolfram Herold (25 Jahre) und Robert Specht (50 Jahre) sowie stellvertretender Vorsitzender Martin Lederer. Bild: wku

Die Reihen lichten sich bei den Nachwuchskickern des TSV Königstein. Auch bei den Betreuern wird es knapp. Als Ausweg bietet sich die Zusammenarbeit mit einem Nachbarverein an. Einen Gesprächspartner haben die Verantwortlichen schon im Auge.

"Stolze 600 Mitglieder zählt der TSV Königstein. Davon sind 100 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Sparten aktiv", berichtete Vorsitzender Christian Koch bei der Jahreshauptversammlung. Vom Fußball her gesehen sei es eine aufreibende Saison gewesen, an deren Ende der TSV den Meistertitel knapp verpasste. Jetzt versucht die Erste, über die Relegation doch noch in die Kreisliga aufzusteigen.

Gänsehaut bei WM-Finale

Im Rückblick hob Koch die Sportplatzkirchweih im Juli als sehr erfolgreich hervor. Während des Endspiels der Fußball-Weltmeisterschaft kam beim Public-Viewing unter den Kirchweihgästen Gänsehautstimmung auf. Die Security-Firma, die den Zugang zur Bar überwachte, habe sich bewährt. Weitere gesellschaftliche Höhepunkte im Jahresprogramm seien eine Fahrt nach Kreuth am Tegernsee, ein Wochenende im Skigebiet Amadé, eine Tages-Skifahrt, der traditionelle Sportlerball und das Bockbierfest gewesen.

Mit neuen Angeboten wartete die Aerobic-Sparte auf. Silvia Lindner stieß als Gruppenleiterin dazu und startete einen Zumba-Kurs. Außerdem, berichtete Jugendleiterin Jutta Wedel, gibt es die Gruppen Steppmäuse, die Supergirls und Limited Edition. Für das "Body-Styling" begeistern sich 20 Frauen von 17 bis 50.

Langsam mache sich ein Mangel an Nachwuchsfußballern und Trainern bemerkbar: "In der A-, B- und C-Jugend gibt es zu wenig Spieler", erklärte Jugendleiter Kurt Pirner. Er kündigte Gespräche mit dem FC Edelsfeld an, um eine Zusammenarbeit in die Wege zu leiten.

Von 20 Trainern hört der Großteil auf. Sechs neue Leute würden benötigt, um die entstehenden Lücken zu füllen. "Wir suchen Betreuer", erklärte Vorsitzender Koch, "wir brauchen jede Hand."

Auch Instandsetzungsmaßnahmen fielen an. So wurde das Gastzimmer des Sportheims renoviert. Geplant sind die Erneuerung der Fenster und des Giebels. Zusätzlich muss ein neuer Rasenmäher angeschafft werden, der mit rund 20 000 Euro zu Buche schlägt. Für die nicht gedeckten Kosten hat die Gemeinde die Bürgschaft übernommen.

Gold-Jubilare vollzählig

Geehrt werden sollten Josef Laus sen. aus Neuhaus, Andreas Laus aus Plech, Walter Himmer, Siegfried Mackenstein aus Namsreuth und Ute Melchner für 25 Jahre Zugehörigkeit. Alle waren entschuldigt. Gekommen war Wolfram Herold als einziger Silber-Jubilar. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Robert Specht, Karl Doleschal und 3. Vorsitzender Siegfried Köller ausgezeichnet.

Bürgermeister Hans Koch lobte in seinem Grußwort das gute und gesunde Miteinander im Sportverein. "Das Gesamtkonzept stimmt", zeigte er sich sicher.
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