Aufsteiger startet mit dem Heimspiel gegen den SV Erlenbach in das Abenteuer Bayernliga - ...
Neue Dimensionen für den ASV Burglengenfeld

Der Trainer des Bayernliga-Aufsteigers ASV Burglengenfeld, Matthias Bösl (links), baut auf seine Neuzugänge. Von links: Rudolf Pfaffenroth (24, SC Regensburg), Andreas Müller (21, SV Etzenricht) und Matthias Pröbster (19, TV Parsberg) Bild: rid
Burglengenfeld. (bsb) 271 Kilometer liegen zwischen Erlenbach am Main und Burglengenfeld. Mit etwas Glück bewältigt man die Strecke in drei Stunden. Für den ASV Burglengenfeld beginnt am Sonntag, 19. Juli, Anstoß 16 Uhr, mit dem Heimspiel gegen den SV Erlenbach das Abenteuer Bayernliga und damit auch neue Dimensionen - nicht nur in punkto Distanzen. Auch das Tempo auf dem Spielfeld ist höher, einen Vorgeschmack gab die Relegation. Kaum verwunderlich, dass Trainer Matthias Bösl der Situation mit einem Schuss Ironie begegnet: "Ab Sonntag müssen wir die Suppe auslöffeln, die wir uns eingebrockt haben."

Bösl sagt das in dem Bewusstsein, dass mit dem Aufstieg etwas Historisches geschehen ist im Naabtalpark. Historisch nicht nur für den ASV Burglengenfeld, sondern auch für den Landkreis Schwandorf. Einst kickte der FC Schwandorf in seiner Glanzzeit in der Bayernliga - gut 50 Jahre ist das her. "Die Momente, die wir als Mannschaft erleben durften, wirken immer noch nach und das kann uns niemand nehmen. Das hat uns als Mannschaft noch näher zusammengebracht", kommentiert Trainer Bösl.

Er möchte diese Euphorie in die ersten Spiele mitnehmen, denn eines sei klar: "Es geht von Anfang an um den Klassenerhalt." In Anbetracht der Transfers kommender Gegner kann Bösl nur Klötze staunen. "Die bedienen sich munter aus der Jugend-Bundesliga oder aus der Regionalliga. Ohne es belegen zu können, glaube ich, dass wir die einzige Mannschaft ohne jegliche Erfahrung in der Bayernliga sind."

Die Pause war kurz nach der kräftezehrenden Relegation. Auch mit der Vorbereitung war Bösl nicht ganz zufrieden, schränkt aber ein: "Bis eine Woche vor Saisonbeginn haben wir immer noch einzelne Spieler geschont." Für den Sonntag fordert der Trainer "hochkonzentriert und entschlossen zu agieren". Allerdings muss Bösl im Vergleich zu den Relegationsspielen einige Umstellungen vornehmen. Marc Seibert laboriert an einer Schambeinentzündung, Quirin Meier an einem Muskelfaserriss. Markus Rösch hat sich im Training eine leichte Verletzung zugezogen, sein Einsatz ist fraglich. "Wir werden zunächst einmal abwarten und sehen, wie der Gegner agiert", erklärte Bösl.
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