Aufstieg in der Bewertungsskala

Die St.-Johannes-Klinik bekam erneut das KTQ-Zertifikat und erreichte eine noch höhere Punktzahl. Darüber freuen sich (von links) Qualitätsfachkraft Sabine Ditz, Chefarzt Roland Hofmann (Innere Abteilung), Pflegebereichsleiter Thomas Ziegler, Chefarzt Dr. Edmund Goß, Pflegedienstleiterin Inge Nösner und Vorstand Klaus Emmerich. Bild: cs

Stolz schaut die Auerbacher St.-Johannes-Klinik auf das Zeugnis für ihre Geriatrische Rehabilitation. Mit den erreichten 74 Prozent der möglichen Punkte liegt die Abteilung im oberen Bewertungsbereich bei der KTQ-Rezertifizierung.

"Damit können wir uns sehen lassen", freute sich am Mittwoch Chefarzt Dr. Edmund Goß, Leiter der Geriatrischen Abteilung. Ein dickes Lob an das gesamte Team der Geriatrie gab es von Klaus Emmerich, Vorstand des Kommunalunternehmens Krankenhäuser des Landkreises Amberg-Sulzbach, das sich zusätzlich freiwillig der Qualifikation für ein "Gütesiegel Geriatrie" erfolgreich stellte.

Auf dem eingeschlagenen Weg bestärke ihn die Aussage eines Visitors: "Ich habe noch nie ein Haus dieser Größe angetroffen, wo Hygiene so verankert ist und konsequent durchgeführt wird." Emmerich verhehlte nicht, dass dieser Einsatz Ressourcen koste. Für die beiden Krankenhäuser St. Johannes und St. Anna ist als Hygiene-Fachfrau die Auerbacherin Petra Frohnhöfer verantwortlich.

Jede Geriatrie in Deutschland ist verpflichtet, sich im dreijährigen Turnus zertifizieren zu lassen. Beim ersten Anlauf 2012 landete die St.-Johannes-Klinik noch bei 69 Prozent. Auf den Lorbeeren des Aufstiegs in der Bewertungsskala werde sie sich aber nicht ausruhen, versicherte Bereichsleiter Thomas Ziegler.

"Abläufe, Struktur- und Ergebnisqualität sind die drei Bereiche, für die wir uns zertifizieren lassen", verdeutlichte Dr. Goß. Um die 700 Fragen müssten schon im Vorfeld abgearbeitet werden. "Es ist eine sehr langwierige Prozedur", meinte der Chefarzt. Die Visitoren prüften dann die Angaben vor Ort nach. Die Spalte Verbesserungspotenzial ließen sie dieses Mal leer. Goß stellte das Engagement der Mitarbeiter als außerordentlich groß heraus.

Unterstützung komme von Pflegedienstleiterin Inge Nösner. Sie verwies auf das zusätzliche Projekt der Betreuung für Demenzkranke. Der eigens eingerichtete Raum könne demnächst vorgestellt werden.

90 Prozent Auslastung in der geriatrischen Abteilung seien auch den Empfehlungen der Patienten zuzuschreiben, die aus einem Einzugsgebiet von 60 Kilometern nach Auerbach kämen. Nach der Entlassung halte die Klinik Kontakt zu ihnen, um zu erfahren, ob die erlernten Anwendungen auch zu Hause umsetzbar sind oder wie sie mit ihren Hilfsmitteln zurechtkommen.
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