"Auftritt ist unpassend"

Nach der Leberkäs-Brotzeit gehörte dem Eschenbacher Christkind die ungeteilte Aufmerksamkeit. Allerdings freuten sich in der Jahreshauptversammlung des Katholischen Männervereins nicht alle über sein Erscheinen.

Stadtpfarrer Thomas Jeschner beanstandete wort- und gestenreich den Besuch: "Dieser Auftritt ist unpassend. Er wurde mit mir nicht abgesprochen." Es folgte der Rückblick von Manfred Neumann auf ein ereignisreiches Vereinsjahr. "Wir bemühten uns um ein gutes Programm", formulierte der Vorsitzende bescheiden.

Doch die Veranstaltungsbilanz, die er zog, war gespickt mit originellen Einfällen, mit Arbeit für Gottes Lohn und einem Blick für die Wünsche einer breiten Öffentlichkeit. Der Bericht kündete von zünftiger Geselligkeit, informativen Vorträgen und meditativen Angeboten. "Abwechslung war Trumpf", merkte der Vorsitzende an und verwies beispielhaft im gesellschaftlichen Bereich auf das feucht-fröhliche Zoiglfest, das Mitwirken beim Pfarrfest sowie an den Haxen- und Pizzastand beim Bürgerfest. Zu den Höhepunkten des Vereinsjahres zählte Manfred Neumann den Tagesausflug mit den Freunden der evangelischen Kirchengemeinde in die schwäbische Metropole Augsburg.

Auf großes Interesse sei auch der medizinische Fachvortrag von Dr. Thomas H. Egginger, dem ärztlichen Direktor der Kliniken Nordoberpfalz, zum Thema "Warum essen wir anders, als wir uns ernähren sollten?" gestoßen. Großen Anklang habe ebenso der Informationsabend mit Gemeindereferentin Gabriele Gabriel über die "Kirche in Äthiopien" gefunden.

Harmonisches Miteinander

Als "eher geistlich-spirituell" bezeichnet der Vorsitzende weitere Programmpunkte. Er verwies auf den Friedhofskreuzweg am Palmsonntag, gemeinsam mit der Kolpingfamilie und der Gemeinschaft Sankt Georg, an die Maiandacht in Apfelbach, gemeinsam mit dem Kapellenbauverein, und an den Wortgottesdienst vor der Lourdes-Grotte. Abschließend sprach Neumann von einem harmonischen Miteinander im Vorstand und würdigte dessen Engagement.

"Auf der Höhe der Zeit"

Höchstes Lob für den Rechenschaftsbericht kam vom Präses: "Der Männerverein ist auf der Höhe der Zeit", fasste Stadtpfarrer Thomas Jeschner die Vielfalt der Veranstaltungen zusammen. Der städtische Kulturbeauftragte Willi Trummer brachte die Aktivitäten des Männervereins mit den Worten "Beten und Arbeiten" auf einen Nenner, dankte für die Mitarbeit im gesellschaftlichen Bereich und überreichte ein "Stadtkuvert".

Gewohnt humorvoll ergänzte Dieter Kies, der Vorsitzende des Stadtverbands, die stimmungsvolle Generalversammlung, zu der auch ein erfreulicher Kassenbericht von Andreas Krumm gehörte. Kassenprüfer Peter Hübl bestätigte dem Schatzmeister eine gute Führung. Formsache war danach die Entlastung des Vorstands durch die Mitglieder.
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