Aufwärmen für die Kirwa

Kaum steigen die Temperaturen über 20 Grad, tauen die Kirwaburschen und -moidln aus dem Landkreis auf. Ihren ersten Einsatz hatten sie jetzt beim Kirwa-Warm-Up in Sorghof. (Bild: gf)

Mehr als 3000 Gäste hatten sich angemeldet. Kein Wunder, dass der alte Stodl in Heringnohe rappelvoll war. Mit einem Warm-Up stimmten sich die Kirwagemeinschaften aus der Region auf die Saison ein.

(gfr) Die Stimmung kochte bereits, als die Party-Band "Bassd Scho", aus Pegnitz das erste "Prosit der Gemütlichkeit" anstimmte. Gut 50 Kirwagemeinschaften aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, aber auch aus dem westlich gelegenen Ausland, dem Fränkischen, waren vertreten - alle in Lederhosen und Dirndl. Organisator des Saison-Eröffnungsfestes war wieder der SV Sorghof.

100 Helfer im Hintergrund

Vorsitzender Andreas Plößner und seine weit über 100 Mitstreiter stellten die Party auf die Beine, angefangen von der Logistik mit fünf Shuttle-Bus-Linien bis hin zu den Alterskontrollen mit bunten Armbändchen, damit jeder weiß, wann für ihn Zapfenstreich angesagt ist. Das Team des Sportvereins kümmerte sich natürlich auch dem den Erste-Hilfe-Bereich für kleinere Blessuren und die mit 80 Metern längste Bar im Landkreis.

Problem: Vorglühen

Fünf lange Monate der Enthaltsamkeit seien endlich vorbei, sagte Organisator Plößner bei der Begrüßung. "Heute beginnt die Kirwa-Saison 2015." Bis Ende November finden im Landkreis wieder mehr als 100 Kirchweihen nach traditionellem Muster statt - dazu gehört natürlich zwingend das Austanzen eines Kirwabaumes. Während im Rest Bayerns in erster Linie Maibäume aufgestellt werden, dominieren in Franken und der Oberpfalz die Kirchweihbäume.

Kaum hatte Plößner die Begrüßungsworte gesprochen, standen die ersten Gäste schon auf den Bänken: Hoch die Krüge, ein Prosit auf die neue Kirchweih-Zeit. Einzeln und mit jeweils viel Beifall wurden die gut 50 Oberkirwapaare begrüßt, für die es beim ersten offiziellen Kirwatanz ganz schön eng auf dem Tanzboden zuging. Pünktlich um drei Uhr war Schluss für "Bassd Scho". "Eine Stunde später müssen wir aufgeräumt haben", erklärte Plößner.

Vorglühen vor dem Warm-Up war offensichtlich auch angesagt, denn der Flaschensammlertrupp des SV Sorghof füllte nach der Party einige Bierkästen mit Flaschen, die auf den wenigen hundert Metern zwischen Sportgelände und Götz-Stodl herumlagen. Wer an den Haltestellen für die Shuttle-Linien Flaschen gesammelt hat, konnte auch zahlreiche Bierkästen füllen.
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