Aufwärmen wie bei den Sportlern

Bei der Show "Women of Ireland" wird nicht nur gesungen, sondern auch getanzt. Ein 20-köpfiges Ensemble präsentiert traditionelle irische Tänze und Musik mit aufwendigem Lichtdesign. Die Hauptakteure sind dabei Frauen - Männer sind hier in der Unterzahl. Bild: hfz

Was machen drei irische Schwestern, die nicht nur hübsch, sondern auch noch gut singen können? Sie machen Musik und gehen auf Tour. Aber "The O'Neill-Sisters" sind nicht alleine unterwegs: Ein 20-köpfiges Ensemble begleitet sie.

Das ist jetzt eine wirkliche Frauendomäne - Männer sind hier in der Unterzahl. Wäre sonst auch komisch, schließlich heißt es ja "Women of Ireland". Am Samstag, 22. November, 20 Uhr, gastiert die Formation im Amberger Congress Centrum (ACC). Der Kulturredaktion standen die drei Sängerinnen "The O'Neill Sisters" bei ihrer Promotion-Tour in einer Raststätte in Wernberg (Kreis Schwandorf) Rede und Antwort.

Wie sind Sie denn zu "Women of Ireland" gekommen?

Fiona:2013 war unsere erste gemeinsame Tour. Damals suchten die Verantwortlichen nach Sängerinnen. Ich hatte schon zehn Jahre vorher einen der Organisatoren kennen gelernt. Uns gefiel der Look. Zufällig war es dann auch noch so, dass eine Sängerin krank und eine weitere schwanger war. Das war quasi unser Glück.

Was ist das Besondere an "Women of Ireland"?

Naomi: Es zeigt weibliche irische Talente mit Geigerinnen und Tänzerinnen. Es ist anders als andere Tanzshows. Unsere kombiniert Tanz und Gesang, es scheint alles ein wenig "unwirklich" - das macht es einzigartig.

Sie haben auch schon mit anderen Stars gesungen oder hatten auch Auftritte vor Promis wie Hillary Clinton. Welchen Moment werden Sie nicht vergessen?

Naomi:Bruno Mars. Wir haben mit ihm mal gesungen, als er noch nicht berühmt war. Er ist witzig und hat eine tolle Stimme. Das vermutet man eigentlich nicht, wenn man ihn sieht, weil er so klein ist. Wir waren wirklich von seiner Stimme beeindruckt. Sechs Monate später konnte man Bruno am Radio hören. Das war toll.

Sie sind in verschiedenen Musikrichtungen zu Hause, wie keltische oder klassische Musik, Folk, Pop - welche machen Sie am liebsten?

Evangeline:Zusammen am liebsten Folk, vor allem als Familie.

Und welche Musik hören Sie privat gerne? Heavy Metal?

Naomi(lacht):Oh nein, das wäre nicht gut für meinen Blutdruck! Ich mag gerne Musicals, im Gegensatz zu meinen Schwestern. Mein Lieblings-Musical ist "Das Phantom der Oper". Ich mag auch gerne George Harrison und Lieder aus den 70ern.

Evangeline:Ich höre gerne Adele.

Fiona:Ich bin eher so für die ruhige Musik, zum Entspannen. Ich bin großer Fan von Celiné Dion.

Sie singt ja in Las Vegas und Sie haben dort auch einige Zeit gelebt - haben Sie sie denn schon mal getroffen?

Fiona:Nein, leider noch nicht. Aber das wäre ein großer Traum. Zu der Zeit, als wir in Las Vegas waren, hatte sie keine Auftritte.

Was ist mit Michael Bublé?

Fiona, Evangeline, Naomi: Oh ja, das wäre toll! Er ist super! Wir würden gerne einmal ein Weihnachts-Spezial mit ihm machen.

Was erwartet denn die Besucher, die in Amberg eure Show anschauen?

Evangeline:Das wird eine Überraschung, da wollen wir nichts verraten.

Sie singen auch in anderen Sprachen, unter anderem auch auf Deutsch - welches Lied denn - "In München steht ein Hofbräuhaus"? Können wir da eine Kostprobe bekommen?

Fiona, Naomi, Evangeline (lachen): Nein, das nicht! Welches, können wir aber nicht verraten, denn das ist die Überraschung!(also doch verraten!)

Naomi:Wir singen zum Beispiel französische Lieder wie "La vie en rose", oder Spanisch wie "Si vas para Chile". Oder auch Japanisch: "Aka Tombo".

Verstehen Sie dann auch, was Sie singen?

Fiona:Natürlich. Wir singen auch auf Sanskrit. Wir können diese Sprache, weil für ein paar Monate in Indien waren und dort Yoga gemacht haben. Naomi und ich sind auch Yoga-Lehrerinnen, Evangeline ist Personal-Trainer.

Sehr sportlich. Wie sieht es denn mit Computer-Spielen aus? Eines Ihrer Lieder wird auch als Hintergrundmusik für ein Video-Spiel in Korea verwendet - spielen Sie denn auch selber Videospiele?

Evangeline:Ich habe mich mal an Fifa versucht. Aber ich bin kläglich gescheitert.

Sind Sie Fußball-Fan?

Evangeline:Ja, ich schaue ganz gerne Fußball.

Also könnten wir uns zusammen ein Spiel Deutschland gegen Irland ansehen, das Deutschland dann gewinnt?

Evangeline(lacht): Ja, das wäre was.

Fiona:Wir würden sowieso mal gerne die deutsche Nationalmannschaft treffen. Die haben da den einen gut aussehenden Spieler. Wie hieß er noch gleich? So ein Blonder ...

Mario Götze vielleicht? Das ist der, der im WM-Finale das Siegtor für Deutschland geschossen hat.

Fiona:Ja, ich glaube der ist es.

Der ist aber auch sehr klein ...

Fiona:Ja? Das ist aber schade ...

Wie bereiten Sie sich denn auf Ihre Auftritte vor?

Naomi:Wir schlafen viel und gehen früh ins Bett. Außerdem müssen wir uns vor den Auftritten immer einsingen. Das ist wie bei Sportlern: Die müssen sich vor Wettkämpfen auch immer aufwärmen. Und wir wärmen unsere Stimmbänder auf.

Fiona:Yoga ist da auch ganz gut. Das hilft vor allem bei der Atmung während des Singens.

Sind Sie zum ersten Mal hier in Deutschland?

Fiona:Ich war schon mal da, Evangeline und Naomi noch nicht. Aber wir sind schon seit einigen Tagen in Deutschland unterwegs, um Werbung für die "Women of Ireland"-Tour zu machen. Wir sind quasi von Norden nach Süden gereist.

Im Süden bei uns ist es natürlich am Schönsten, oder?

Fiona:Oh ja, natürlich! Vor allem das Essen: Gestern haben wir schon Sauerkraut und Krakauer gegessen. Das war wirklich gut! Das Essen hier ist auch viel besser als zum Beispiel in Amerika.

Also ein perfekter Start für Deutschland und Bayern. Was macht denn Ihre Familie, wenn Sie unterwegs sind?

Fiona:Ich habe einen Sohn, der ist bei Oma und Opa.

Und dem bringen Sie dann Sauerkraut mit nach Hause?

Fiona(lacht):Nein, aber Überraschungs-Eier, die mag er gerne.
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