Aufwand hat sich gelohnt

Schnipp, schnapp - und die Herren hatten gut lachen: Architekt Armin Juretzka (von links), Bürgermeister Karlheinz Budnik und Geschäftsleiter Wolfgang Walberer durchtrennten am Samstag das rote Band, das vor dem neuen Rathausaufzug gespannt war. Bild: mic

Bürgermeister Karlheinz Budnik strahlte zusammen mit Geschäftsleiter Wolfgang Walberer und Architekt Armin Juretzka um die Wette, als er das rote Band durchtrennten, das vor dem neuen Aufzug gespannt war.

Windischeschenbach. (mic) Besucher können zwar schon seit einigen Monaten sämtliche Ebenen des Rathaus barrierefrei erreichen, doch am Samstag hatte die Stadt zur offiziellen Einweihung geladen. Die Ehrengäste versammelten sich zunächst im kleinen Festzelt im Hinterhof.

"Jetzt ist unser Rathaus das offene Dienstleistungszentrum, das wir für unsere Bürger haben wollten", sagte Budnik zur Begrüßung. Neben Vertretern des Stadtrats, des Architekturbüros und der am Bau beteiligten Firmen waren auch alle Rathausmitarbeiter und die Nachbarn in der Hauptstraße eingeladen.

Der Bürgermeister erinnerte an die Machbarkeitsstudie, durch die es erst möglich geworden war, die Pläne für ein barrierefreies Rathaus in die Wege zu leiten. Am 30. Januar 2013 habe der Stadtrat beschlossen, das Konzept genau so umzusetzen. Neben dem Einbau eines Aufzugs sollte auch das Erdgeschoss umgestaltet werden. Ein modernes Tourismusbüro, der Brandschutz und eine Behindertentoilette standen auf der Wunschliste. Auch im Außenbereich wartete viel Arbeit: Anstrich, Fluchttreppe, neuer Asphaltbelag im Hof und großflächige Granitplatten vor dem Schaukasten wollten in Angriff benommen werden.

Ans Herz gewachsen

Architekt Juretzka blickte ebenfalls auf die Planungsgeschichte zurück. "Gut Ding braucht Weile", sagte er. "Doch das fertiggestellte Gebäude bestätigt diesen hohen Aufwand und belohnt für die Mühen des Bauprozesses." Windischeschenbach sei ihm in den vielen Jahren der Zusammenarbeit ans Herz gewachsen. Offenheit, Transparenz und Bürgerfreundlichkeit zählten zu den Merkmalen des gelungenen Umbaus. Juretzka dankte allen Beteiligten für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

"Ich gratuliere zum gelungenen Bauwerk", sagte Landrat Andreas Meier. Er könne sich noch an so manche Hochzeit erinnern, zu der Oma und Opa eine halbe Stunde vorher gekommen seien, um die Treppen bis zum Trauungszimmer rechtzeitig zu bewältigen. Meier dankte dem Stadtrat, trotz kontroverser Diskussionen damals eine gute Lösung gefunden zu haben.

Eine Bitte an Gott

Nach den Reden segneten Stadtpfarrer Hubert Bartel und die neue evangelische Pfarrerin Nadine Schneider das Rathaus. "Ein Segen ist eine Bitte an Gott und keine Zauberei", sagte Pfarrer Bartel. "Aber auch wir müssen unseren Beitrag dazu leisten." Am Sonntag öffnete das Rathaus für interessierte Bürger zum Tag der offenen Tür. (Ausführlicher Bericht folgt.)
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