Aufzüge für mehr Flexibilität

Durch den geplanten Lastenaufzug würde sich die Fläche des Foyers um 70 Quadratmeter vergrößern. Die Garderobe würde ins jetzige Stuhllager umziehen. Bild: Huber

Ein Lastenaufzug am hinteren Teil der Stadthalle soll das Foyer entlasten und 70 Quadratmeter mehr Platz schaffen. Gleichzeitig beschloss der Bauausschuss einen zweiten Aufzug an anderer Stelle.

Neustadt/WN. (ehi) Ein Lastenkran sei die einfachste Möglichkeit, mehr Platz im Foyer zu erhalten, betonte Bürgermeister Rupert Troppmann im Bauausschuss. Dadurch könne das Stuhllager im Erdgeschoss in einen der - bisher ungenutzten - Kellerräume verlagert werden. "Erfahrungsgemäß sind die Flächen im Erdgeschoss am wertvollsten", ergänzte er.

Bei Veranstaltungen könne das ehemalige Stuhllager dann als Ausschank und Garderobe genutzt werden. "Wir bekommen im Foyer dadurch rund 70 Quadratmeter mehr Fläche", betonte Troppmann. Bisher sei das nicht möglich, weil Stühle und Tische aufgrund der baulichen Gegebenheiten - einer Wendeltreppe - nur unter erschwerten Bedingungen in das Untergeschoss gebracht werden könnten. Durch den Lastenaufzug, der im Erdgeschoss im Bereich der Umkleiden im hinteren Teil der Stadthalle angedacht ist, solle sich das nun ändern.

Umbaumaßnahmen gering

Die Umbaumaßnahmen dafür würden sich dabei in Grenzen halten, erklärte Architekt Georg Binner. So müsse außen lediglich ein Schacht gegraben und im Untergeschoss eine Mauer durchbrochen werden. Die Konstruktion selbst bestehe aus einer überdachten Plattform von 1,7 mal 2,5 Metern. Das hänge damit zusammen, was befördert werden solle. In dem Fall wäre die Größe der Tische ausschlaggebend, fuhr Binner fort.

Ein Vorteil dieses Vorschlags sei, dass der Aufzug auch während einer Veranstaltung in der Stadthalle genutzt werden könne, betonte der Architekt. Der Nachteil wäre, dass sich die Konstruktion im Freien befinde. Für die Stadträte überwogen die Vorteile des Lastenaufzugs "Wir würden keinen verfremdeten Stadthallenanbau bekommen und erhalten 70 Quadratmeter mehr Foyerfläche", fasste dritter Bürgermeister Heribert Schubert zusammen. Er stimmte, genau wie seine Bauausschuss-Kollegen, dafür, dem Finanzausschuss zu empfehlen, die Mittel für diese Baumaßnahme bereitzustellen.

Barrierefreie Grundschule

Ebenfalls einstimmig sprach sich der Ausschuss für einen Aufzug in der Grundschule aus. "Barrierefreiheit ist in der Grundschule mit relativ geringen Mitteln zu erreichen", erklärte Troppmann. Eben durch den Anbau eines Aufzugs im Bereich des Nebeneingangs an der Bildstraße. Dieser wäre dann durch den Haupteingang erreichbar, der bereits barrierefrei gestaltet sei, betonte Binner. Der Aufzug ermögliche einen Zugang zu allen Etagen - außer zum Keller. "Das Gebäude ist im Bereich des geplanten Aufzugs nicht unterkellert", erläuterte der Architekt.

Die Kosten für den Aufzuganbau würden sich auf zirka 135.000 Euro, erklärte Bürgermeister Troppmann. Es sei jedoch möglich bei der Regierung der Oberpfalz einen Förderantrag zu stellen, betonte er. Dadurch wäre ein Baubeginn allerdings erst Mitte/Ende kommenden Jahres möglich, da mit einer Entscheidung über den Förderantrag erst ab Juni zu rechnen sei. Einstimmig beauftrage der Bauausschuss das Architekturbüro Binner mit der Erarbeitung des Antrages.
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