Aus dem Leben des "Gauners"

Verlagsleiter Wolfgang Benkhardt (von links, hinten), Bürgermeister Ernst Schicketanz , Autor Rainer Christoph, Heimatvereinsvorsitzender Jörg Krämer und Helmut Troppmann stellten zusammen mit Benedikt Eckl und Tamina Hotek (vorne) das Buch "Der Gauner" vor. Bild: sm

Großen Zuspruch fand die Buchvorstellung "Der Gauner - Amüsante Episoden aus dem Leben eines Oberpfälzer Originals" am Freitagabend im Pfarrsaal. Eingeladen hatte der Heimatverein.

Altenstadt/WN. (sm) Das Büchlein entstand aus dem Ergebnis eines Schülerlandeswettbewerbs, bei dem eine fünfköpfige Arbeitsgruppe der dritten Klassen der Grundschule Altenstadt mit ihrem Beitrag den ersten Preis gewonnen hat. Im Schuljahr 2011/2102 ging die Gruppe unter der Regie des ehemaligen Schulleiters Rainer Christoph auf Spurensuche des 1905 in Altenstadt geborenen und 1975 im Altenheim Hemau verstorbenen Hans Vollath. Von ihm kursieren im Dorf noch immer merkwürdige Geschichten. Mehr als sein bürgerlicher Name ist weit über die Grenzen des Ortes sein Spitzname "der Gauner" bekannt.

Die Schüler hatten damals mit Interviews und Umfragen bei Altenstädtern, im Amtsgericht Weiden, im Pfarramt Altenstadt und im Stadtarchiv Weiden recherchiert. Weit über 30 skurrile Geschichten, beginnend mit dem Schuleintritt des kleinen Hansi kamen so zusammen. Leider sind alle offiziellen Akten im Gericht und im Altenheim vernichtet worden. Auch im Staatsarchiv in Amberg blieb man erfolglos.

Sogar in Hamburg war Vollath bekannt, das musste eine Reisegruppe aus Altenstadt in der Hansestadt zu ihrer Überraschung vernehmen. Eines aber stellte sich bald heraus: Der negativ besetzte Begriff "Gauner" wird Vollath nicht gerecht. Er war vielmehr ein "Schelm", der sich immer wieder etwas einfallen ließ, um die Obrigkeiten zu provozieren.

Im neuerschienen Buch sind auch private Fotos vom "Gauner" zu sehen, die bislang noch nie veröffentlicht wurden. Eingebunden sich die Zeichnungen von künstlerisch aktiven Senioren aus dem Maria-Seltmann-Haus in Weiden. Herausgeber ist der Buch & Kunstverlag Oberpfalz. Verlagsleiter Wolfgang Benkhardt dankte den Initiatoren und Mitwirkenden für das gelungene Werk. Im Buch fänden sich viele Informationen und tolle Geschichten über den Gauner, den Benkhardt als "modernen Till Eulenspiegel" bezeichnete. Auch Bürgermeister Ernst Schicketanz und Heimatvereinsvorsitzender Jörg Krämer waren total angetan von den "Altenstädter Gaunereien".

Benedikt Eckl und Tamina Hotek aus der ehemaligen 3 a und 3 b präsentierten einige Geschichten aus dem Buch. Helmut Troppmann trug ein "Gaunergedicht" vor, und die "Traurigen Buam" umrahmten mit "Gaunergstanzln" die Buchvorstellung musikalisch.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.