Aus den Vereinen

Eine lange Anreise hatten 20 Aktive des Karate-Dojo Eschenbach auf sich genommen, um bei der Weltmeisterschaft in Bremen mitzufiebern. Bild: hfz
Staunende Karatekas

Eschenbach. Drei Tage lang WM-Stimmung genossen 20 Mitglieder des Karate-Dojos bei der 22. Karate-Weltmeisterschaft in Bremen. Nachdem die fast 650 Kilometer lange Anreise bewältigt war, ging es tags darauf in die fast ausverkaufte ÖVB-Halle, wo die Oberpfälzer Kämpfe in den Gewichtsklassen der Männer- und Frauengruppen verfolgten.

Während die Frauenmannschaften je drei Minuten "freien Kampf" zu bestehen hatten, galt es für die Männer vier Minuten "freien Kampf" zu bewältigen. Obwohl die Regeln sehr streng gehandhabt wurden und "harter Körperkontakt" zur Abmahnung der Protagonisten führte, schenkten sich manche Teams nichts und lieferten einen einer WM würdigen Kampf.

Besonders bemerkenswert waren die deutschen Bitsch-Geschwister. Jana Bitsch bot eine spannende Auseinandersetzung mit einer ukrainischen Athletin, die punktemäßig unentschieden endete und erst von den Kampfrichtern aufgrund des größeren Einsatzes der Deutschen zu ihren Gunsten gewertet wurde. Das brachte ihr die Bronzemedaille ein.

Ihr älterer Bruder Noah Bitsch hatte einen extrem intensiven Kampf mit einem türkischen Karateka zu bestehen. Angefeuert von 10 000 Zuschauern gelang ihm zuletzt aber ein eindeutiger 14:7-Sieg. Für den gebürtigen Siegburger, der bereits 13 Mal deutscher Karate-Meister wurde, war es die 18. internationale Medaille.

Eine weitere Einlage bot sich den staunenden Karatekas aus Eschenbach bei einer Kata-Vorführung durch "disabled persons". Die blinden Athleten boten eine bemerkenswerte Leistung stellten und die sportliche Vielfältigkeit von Karate dar.

Am Abend widmeten sich die Oberpfälzer dem gastronomischen Angebot Bremens. Zwar ging es in der Innenstadt aufgrund des Siegs der Bundesliga-Fußballer hoch her, doch was sollen 20 aktive Karatekas schon fürchten.

Die Innenstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten - wie dem "Roland", den weltbekannten "Bremer Stadtmusikanten" und dem historischen Schnoor-Viertel - stand am letzten Reisetag auf dem Programm. Danach ging es wieder in Richtung Heimat.
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