Aus den Vereinen

Immer mehr Waffen aus China

Eschenbach. (rn) "Rüstungsindustrie: China überholt Deutschland bei Waffenexporten." Diese aktuelle Meldung wählte die Reservistenkameradschaft als Thema für ihre Monatsversammlung. Waffen aus China kämen weltweit immer häufiger zum Einsatz, machte Vorsitzender Johannes Schreglmann deutlich.

In den vergangenen vier Jahren habe China seinen Weltmarktanteil auf fünf Prozent ausgebaut. Und erst in diesem Monat habe der chinesische Volkskongress beschlossen, die Militärausgaben um zehn Prozent zu erhöhen. Chinas Abstand zu den beiden größten Rüstungsexporteuren USA (31 Prozent) und Russland (27 Prozent) sei jedoch weiterhin groß. "Deutschland und Frankreich belegen die Plätze vier und fünf", berichtete Schreglmann.

Die größten Abnehmer deutscher Waffenexporte seien mit elf Prozent die USA, mit neun Prozent Israel und mit sieben Prozent Griechenland. Die weltweit größte Rüstungsimporteure seien jedoch Indien, Saudi-Arabien, China und die Vereinigten Arabischen Emirate. Weil die Volksrepublik mehr Waffen selbst herstelle, importiere sie nicht mehr so viel wie in früheren Jahren.

Mit Pakistan, Südkorea und Singapur nannte der Vorsitzende drei weitere südostasiatische Länder, die sich unter den Top 10 der Waffenimporteure befinden. Dazu zitierte er einen Experten: "Befähigt durch das anhaltende Wirtschaftswachstum und angetrieben durch eine hohe Bedrohungswahrnehmung bauen die asiatischen Länder ihre militärischen Fähigkeiten mit dem Schwerpunkt auf maritime Güter weiter aus."
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