Aus den Vereinen

Waldläufer tanken neue Energie

Eschenbach. (rn) Semmelknödel, Schweinebraten und Schneeflöhe begleiteten eine Hüttenfreizeit der Waldjugend in der Hubertushütte bei Flossenbürg. Diese bildete den Auftakt der Fahrt- und Lagersaison 2015. Hüttenaufenthalte gehören seit vielen Jahren fest zum Veranstaltungsprogramm der Deutschen Waldjugend. Sie stärken die Gemeinschaft und schaffen Impulse für weitere Aktivitäten - so auch diesmal.

Als erste gemeinsame Taten wurden in der Hütte Vorbereitungen für das Nachtlager getroffen und - ganz wichtig - die Öfen angeschürt. Dann gab es neue Energie in Form eines Spaghettigerichts, das die traditionelle Erbswurstsuppe verdrängte. Es folgte ein Spieleabend. Dank guter Schlafsäcke verlief die Nacht ohne Probleme. Am nächsten Morgen machte allerdings eine schlechte Nachricht die Runde: "Unser ehrenamtlicher Heizer und Holzscheitnachleger hat in der Nacht seinen Dienst verpennt."

Nach dem Frühstück machte sich Abenteuerlust breit. Ziel des Tages war die Umgebung von Flossenbürg mit der Burgruine. Von der höchsten zugänglichen Stelle der Burg aus bot sich ein grandioser Blick. Weiter ging es zur Gedenkstätte Flossenbürg. Das Lager und die Ausstellung beurteilten die Waldläufer als "sehr interessant, aber auch traurig und bedrückend". Ein seltenes Erlebnis bot der Rückweg zur Hütte: In den Fußspuren aus der Mittagszeit tummelten sich Tausende kleinster Lebewesen, Schneeflöhe.

Drei fleißige Köchinnen waren Garanten für ein standesgemäßes Abendessen. Wie bei Hüttenfreizeiten üblich, gab es Semmelknödel und Schweinebraten. "Ein gelungener Festschmaus trägt dazu bei, dass wir uns vom Alltagsstress erholen und für die Arbeit in den Gruppenstunden und während des Jahres belohnen", sagte Horstleiter Walter Seltmann.

Am letzten Tag war gemeinsamer "Stubendienst" angesagt. Es galt, die benutzten Räume zu reinigen und Holz aufzufüllen. Die Waldläufer gestalten ihre Hüttenfreizeiten stets sehr einfach. Denn: "Wenn man mal kurze Zeit von allen Dingen, die man im Überschuss hat, weit weg ist, wird einem klar, wie wenig man doch braucht, um leben zu können und glücklich zu sein."
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