Aus den Vereinen

Eine Exkursion durch Neustadt am Kulm unter fachkundiger Führung unternahmen die Mitglieder des KAB-Ortsverbands Thurndorf. Bild: hfz
Imkerkerze hinter Glas

Eschenbach. (gpa) Seine Bienen bedeuteten ihm sehr viel: Bis zu seinem Tod war der Speinsharter Schreinermeister Otto Rödl ein begeisterter Bienenzüchter und treues Mitglied des Eschenbacher Imkervereins. So ist es gut zu verstehen, dass sich sein Sohn Norbert über den Auftrag von Vorsitzendem Hans Krapf freute, eine würdige "Behausung" für die Imkerkerze zu schaffen, die beim Bayerischen Imkertag in Weiden gesegnet worden war.

Von Anfang an war klar, dass die knapp 80 Zentimeter große, reich verzierte Kerze aus reinem Bienen- wachs einen Platz im Vereinsheim bekommen sollte. Krapf freute sich sehr, dass Schreinermeister Norbert Rödl noch rechtzeitig vor dem Imkerfest an Christi Himmelfahrt den Eckschrank für die Kerze lieferte.

Gemeinsam mit Sohn Benjamin baute Rödl das Schmuckstück in einer Ecke des Vereinsheimes ein. Die Oberfläche des Kästchens hat der Schreiner mit Bienenwachs, das noch aus Beständen seines Vaters stammt, behandelt. Auf die Frage des Imkerchefs nach der Rechnung erklärte Rödl, dass er die Arbeit dem Andenken seines Vaters Otto gewidmet habe und dem Imkerverein spende.

Markante Gebäude, alte Fotos

Thurndorf. Eine stattliche Anzahl von Teilnehmern führte Käthe Pühl, die Vorsitzende des Fördervereins Rauher Kulm, durch die Straßen von Neustadt am Kulm. Auf Einladung des KAB-Ortsverbands Thurndorf erklärte sie die Bedeutung markanter Gebäude.

Das Stadtrecht hatte Neustadt am Kulm schon Mitte des 14. Jahrhunderts erhalten. Die Struktur der Stadt ist seit ihrer Gründung im Mittelalter, bedingt durch die Lage, unverändert erhalten. Der Ort wird eingerahmt vom Großen, dem Rauhen Kulm und dem Kleinen Kulm. Die Längsausrichtung ist bedingt durch das steil abfallende Gelände dazwischen. Das größte Gebäude ist die evangelisch-lutherische Stadtkirche, die Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut wurde und in der noch verschiedene Bauteile der Klosterkirche aus dem 15. Jahrhundert zu finden sind. Der Innenraum wird von einer prachtvoll gestuckten Decke überspannt.

Zum Abschluss führte der Weg der Besucher ins ehemalige Schulhaus zur Ausstellung "19. April 1945 - 70 Jahre danach". Zahlreiche Fotografien zeugen von der Zeit und dem Aussehen der Stadt vor den beiden großen Kriegen. Umso betroffener machten die Thurndorfer die Bilder von den Zerstörungen durch den Bombenangriff. Aber auch der rasche Wiederaufbau wird gezeigt. Besonders beeindruckend und zugleich erschreckend war die filmische Dokumentation des Bombardements aus der Fliegerperspektive, die amerikanische Stellen zur Verfügung gestellt haben. Bei Kaffee und Kuchen sowie einem kleinen Plausch klang die Exkursion aus.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7906)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.