Aus eigener Kraft aufgerüstet

Voller Stolz haben sich Aktive und Bauhelfer der Feuerwehr Uckersdorf um ihr neues Fahrzeug postiert. In Eigenregie ist auch das Gerätehaus (rechts im Bild) neu entstanden. Für die Marktgemeinde sprach Bürgermeister Maximilian Beer (Siebter von links) seinen Dank und Respekt aus. Bild: mad

Kleine Wehr ganz groß: Mit einem neuerrichteten Gerätehaus und dem Kauf eines Tragkraftspritzenfahrzeugs hat die Feuerwehr Uckersdorf Zeichen gesetzt. Mit dem neuen Fahrzeug wird auch das Einsatzspektrum vielfältiger.

Aus besonderen Anlass hatte die Feuerwehr zu einem Weißwurstfrühstück eingeladen. Die Mitglieder und Aktiven hatten in Eigenregie Großes vollbracht - in kurzer Zeit bauten sie ihr Feuerwehrhaus in Girnitz praktisch neu, zusätzlich wurde ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) aus Eigenmitteln angeschafft.

Intaktes Dorfleben

Vorsitzender Stefan Forster dankte eingangs allen Kameraden, die kräftig mit angepackt hatten, sowie allen Spendern. Ein "erfreulicher Tag" war es für Bürgermeister Maximilian Beer. Er sprach den Feuerwehrmännern um die Vorsitzenden Stefan Forster und Josef Sorgenfrei und die Kommandanten Christian Greiner und Johann seinen Respekt aus. Beide Projekte seien ein Musterbeispiel für Gemeinsinn, Zusammenhalt und Idealismus und damit Ausdruck für das intakte Leben im Dorf.

Der Bürgermeister rief in Erinnerung, dass für das Feuerwehrhaus ursprünglich eine Renovierung mit Kernsanierung geplant war. Daraus sei in Eigenleistung ein Neubau geworden, der nun mit einem Schulungsraum, einer kompletten Sanitäranlage und einer Fahrzeughalle aufwarten könne. "Hier waren Praktiker aller Couleur mit höchster Motivation am Werk", urteilte Beer. Das Gebäude sei von den Aktiven mit immensen Eigenleistungen in kürzester Bauzeit von drei Monaten regelrecht "aus dem Boden gestampft worden". Die Marktgemeinde habe lediglich als Bauantragssteller und "Juniorpartner" fungiert.

In seinem Dank für die Leistung der Baubeteiligten, hob Beer besonders Helmut Seebauer als "Motor" und Oberbauleiter hervor. Der Bauunternehmer aus Girnitz habe Maschinen und Arbeitszeiten zur Verfügung gestellt, Material gespendet und - sowohl bei der Beschaffung von Baumaterial als auch des Fahrzeugs - seine Beziehungen spielen lassen.

Keine "Bulldog-Wehr" mehr

Zu diesem Anlass wurde auch das neue Fahrzeug offiziell in Dienst gestellt. Als vierte Wehr des Marktes besitzen die Uckersdorf nun ein Fahrzeug, die Zeiten als "Bulldog-Feuerwehr" sind damit vorbei. Die spezialisiertere Ausrüstung werde künftig bei der Alarmierung berücksichtigt und damit für mehr Einsätze sorgen - mit ihrem bisherigen Spritzenanhänger war die Wehr lediglich zu örtlichen Notfällen gerufen worden. Im Anschluss stellten die Kommandanten das Fahrzeug und seine Ausstattung vor.
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