Aus Müll wird schnell Kunst

Nicht alles, was wir wegschmeißen, ist auch Müll. Es könnte zum Beispiel Rohstoff für ein Kunstwerk sein. Wer sich hier überraschen lässt, ist oft sehr schnell überrascht.

"Aus Müll wird Kunst" - was aus Abfall alles gebaut und gebastelt werden kann, das demonstrieren die Schüler der M 8/1 und 8c mit ihren Lehrern Hedwig Jotz, Kurt Harrer und Petra Fuchs aus der Krötenseeschule in Sulzbach-Rosenberg derzeit in Theuern. Im Kulturschloss lassen die Schüler aus Müll richtige Kunstwerke entstehen. Und die sind dann bei einer ständigen Ausstellung Kunst-Müll/Müll-Kunst ab Sonntag, 14. Juni, bis zum Dezember dort zu sehen.

Upcycling nennt sich das, was das Theuerner Schloss und die Krötensee-Mittelschule da auf die Beine stellen. Und das mit System: Der begleitende Unterricht befasst sich nachhaltig mit dem Thema Müll und Abfall, mit Entstehung und Entsorgung. Vor allem aber demonstrieren die Schüler, was sich mit Folien, Verpackungen, Plastikdosen, Papier anderem Abfall an Kunstwerken herstellen lässt. Der Müll wurde von den "Künstlern" gesammelt, deponiert und verwertet, sie sind mit Feuereifer dabei Kunstwerke zu erstellen, die in irgendeiner Weise in Beziehung zum Schloss stehen.

Mit "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" zitierte Kunstlehrerin Petra Fuchs Karl Valentin. Das mag durchaus sein, gleichwohl bringt es den jungen Protagonisten offenkundig viel Spaß. Mindestens noch zweimal werden die Krötensee-Mittelschüler in Theuern arbeiten, das hilft, die Sinne für Abfall zu schärfen: "Unterbewusst werfen wir viel weg, ohne daran zu denken, was man damit machen könnte. Wir zeigen, was man mit dem Müll Neues kreieren kann", so Petra Fuchs.

Das war zunächst nicht so klar: "Nach anfänglicher Ahnungslosigkeit flossen dann aber die Ideen", lobt die Kunstlehrerin den Eifer der Jugendlichen. Die werden im Schloss Theuern von Erika Haßler betreut. Museumsleiter Michael Ritz hat die Idee gerne aufgegriffen, er sieht einen Nebeneffekt: "Damit kann man die Kinder sensibilisieren für das Kunstmuseum als einen lebendigen Ort."
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