Aus Partnern werden Freunde

Der Pfreimder Bürgermeister Richard Tischler (rechts) überreichte seinem Grünsfelder Amtskollegen Joachim Markert zur Widmung des Leuchtenberg-Saals und zur Einweihung der Dauer-Ausstellung "Grünsfeld - Geschichte einer tauberfränkischen Stadt" einen Faksimile-Druck des Stammbaums der Landgrafen von Leuchtenberg. Bilder: hfz (2)

Gastfreundschaft hat einen Namen: Grünsfeld. Kultur pur und viel Herzlichkeit genoss am Wochenende eine große Delegation aus Pfreimd und Leuchtenberg in der Partnerstadt.

Pfreimd/Grünsfeld. Anlässlich der Eröffnung der Dauerausstellung "Grünsfeld - Geschichte einer tauberfränkischen Stadt" und der Widmung des "Leuchtenberg-Saales" war der Stadtrat von Pfreimd zusammen mit der Stadtkapelle und einer Gruppe des heimatkundlichen und historischen Arbeitskreises "Der Stadtturm" zu Besuch bei den Freunden. Aus Leuchtenberg waren der Gemeinderat mit Bürgermeister Anton Kappl an der Spitze sowie Pfarrer Moses Gudapati und der Männergesangverein "Liederkranz Leuchtenberg" nach Grünsfeld gereist.

Eine Zeitreise

Nach jahrelanger Vorarbeit wurde die Ausstellung zur Geschichte der Stadt Grünsfeld bei einem Festakt der Öffentlichkeit übergeben. Die Dauerausstellung ist im Zehentgebäude untergebracht und erlaubt eine Zeitreise in die Geschichte der Stadt Grünsfeld von der Ur- und Frühgeschichte bis in die Neuzeit.

Am Eröffnungswochenende fanden in Grünsfeld verschiedene Veranstaltungen unter dem Motto "Kultur pur" statt. Bereits am Samstagabend luden die Musikkapelle Grünsfeld und die Stadtkapelle Pfreimd alle Bürger zu einer Serenade auf den Schlossplatz von Grünsfeld ein. Am Sonntag zelebrierte Dekan Gerhard Hauk zusammen mit Pfarrer Moses Gudapati aus Leuchtenberg den Festgottesdienst auf dem Schlossplatz. Im Anschluss unterhielten die Musikanten der Stadtkapelle Pfreimd die Gäste bei einem Frühschoppen.

Am Nachmittag wurde dann im Leuchtenberg-Saal die Dauerausstellung "Grünsfeld - Geschichte einer tauberfränkischen Stadt" eröffnet. Kunsthistorikerin Edda Behringer lud zu einem Streifzug durch die Geschichte der Stadt ein und erläuterte dabei auch die Verbindungen von Grünsfeld zu Pfreimd und Leuchtenberg.

Erinnerung an Willi Bau

Der Pfreimder Bürgermeister Richard Tischler und sein Leuchtenberger Amtskollege Anton Kappl überbrachten Grüße aus der Oberpfalz und gratulierten zu der gelungenen Dauerausstellung. Bürgermeister Kappl nutzte die Gelegenheit, um den Grünsfeldern eine offizielle Partnerschaft anzubieten, um die seit 40 Jahren andauernde Freundschaft auch offiziell zu besiegeln. Höhepunkt des Festaktes war die Enthüllung einer Stele zur Widmung des Leuchtenberg-Saales. Die Stele erinnert auch an den verstorbenen Grünsfelder Bürgermeister Willi Bau, dessen Geburtstag sich am 22. Juni zum 100. Mal gejährt hätte. Willi Bau hat 1973 gemeinsam mit dem Pfreimder Bürgermeister Hans Reichl die Städtepartnerschaft zwischen Pfreimd und Grünsfeld begründet.

Zum Festwochenende präsentierte sich Grünsfeld in allen seinen Facetten von der besten Seite. Die Geschäfte in der Hauptstraße luden zu einem "Tag der offenen Tür" ein. Entlang der Hauptstraße stellten die Schlepperfreunde alte Traktoren und Landmaschinen aus. Darüber hinaus wurden Führungen durch das fürstbischöfliche Amtshaus, die Pfarrkirche St. Peter und Paul sowie durch die St. Achatiuskapelle in Grünsfeld-Hausen angeboten. Der Nachtwächter von Grünsfeld und sein Sekretär unternahmen ihren Rundgang durch die Stadt an diesem Wochenende ausnahmsweise am Tag. Konzerte, Kunst- und Bilderausstellungen rundeten das Kulturwochenende in Grünsfeld ab.

Zeichen der Wertschätzung

Für die Gäste aus Pfreimd, Leuchtenberg und Rieneck boten die Freunde aus Grünsfeld ein weiteres Mal einen überwältigenden Beweis ihrer großen Gastfreundschaft. Schon bei der Ankunft am Samstag wurde der Stadtrat von Pfreimd mit einem Buffet im Rathaus empfangen, dem sich eine Weinprobe bei der Winzergenossenschaft in Beckstein anschloss. Dabei bestand auch Gelegenheit, die Stadtratskollegen aus Grünsfeld kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Grünsfelder werteten den Besuch der großen Delegationen als den Partnergemeinden als Zeichen der Wertschätzung und der Verbundenheit und revanchierten sich mit herzlicher Gastfreundschaft. Bei der Verabschiedung im Rieneck-Saal bedankte sich Richard Tischler im Namen aller Partnergemeinden bei Bürgermeister Joachim Markert für zwei herrliche Tage in Grünsfeld, "die erneut gezeigt haben, dass aus den einst offiziell geschlossenen Partnerschaften inzwischen längst herzliche Freundschaften geworden sind".
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