Ausbau nach Kassenlage

Es sieht so aus, als ob die Baustelle am Geländer entlang der Hohenburger Straße schon winterfest gemacht ist. Bild: bö

Wenn der Schneepflug durchfährt, nimmt er auch immer ein bisschen Teer mit: Auch das ist ein Kriterium, nach dem Schmidmühlen die Reihenfolge beim Straßenausbau festlegt.

Schmidmühlen. (bö) Der Straßenzustand war das beherrschende Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung. Wie Bürgermeister Peter Braun erläuterte, haben eine teilweise Spülung und eine Videobefahrung der Harschhofer Straße gezeigt, dass hier der Kanal - im Gegensatz zum Fahrbahnzustand - verbraucht ist. Im hinteren Teil zur Frühlingsstraße sei es umgekehrt, der Asphalt relativ verschlissen, der Kanal jedoch in einem guten Gesamtzustand.

Der Teilbereich ab der Erasmus-Grasser-Straße ist laut Braun bis etwa in Höhe der Einmündung der Blütenstraße von der Teerdecke her noch relativ gut, der Kanal jedoch sehe etwas schwach aus. Hier müsse man aber erst noch das offizielle Ergebnis der Videobefahrung und die Würdigung durch das Ingenieurbüro abwarten.

Peter Braun hatte die Reihenfolge der Sanierungen zur Abstimmung im Marktrat so vorgeschlagen, wie er dies auch schon in der Bürgerversammlung vorgetragen hatte. Die tatsächlichen Sanierungen werden jedoch durch die Aufnahme in das Investitionsprogramm des jeweiligen Haushaltsjahres und durch dessen Finanzierbarkeit bestimmt. So ist es auch in der Beschlussvorlage nachzulesen.

Etwas anders betrachten es Johann Luschmann, Peter Meyer und Michael Eckmeder von den Freien Wählern, die einen Ausbau der Harschhofer Straße für vorrangig halten. Die Mitglieder der SPD-Fraktion, der CSU und der Freien Wähler Emhof sehen vor allem bergseitige Straßen als bevorzugt an. "Zum einen ist es die Frequenz der Befahrung und zum anderen ist es vor allem der Winterdienst", erläuterte Bürgermeister Braun. Wenn der Schneepflug durchfahre, nehme er wegen der holprigen Oberfläche immer auch ein Stück der Teerdecke mit. Auf ebenen Straßen wird in Schmidmühlen nur in besonderen Fällen geräumt. Wie Braun informierte, wird es zu jedem Sanierungsabschnitt eine Bürgerinformation geben.

Zur Anfrage von Marktrat Matthias Huger zum Bau des Geländers an der Hohenburger Straße zur Lauterach hin meinte der Bürgermeister, dass daraus wohl in diesem Jahr nichts mehr werde: "Die Baustelle ist mit einem Bauzaun abgesichert und es sieht so aus, als ob heuer nichts mehr gemacht wird." Wie er informierte, mussten im Zuge der Fundament-Grabungen verschiedene Kabel verlegt werden. Dazu komme noch die Beschädigung der Gehwegbordsteine durch Baggerarbeiten.

Der Gemeinderat hatte es zu Beginn des Jahres abgelehnt, das Geländer in die Baulast des Marktes zu übernehmen. Dies bleibt damit Sache des Wasserwirtschaftsamtes.
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