Ausgleich in der Nachspielzeit

Buchstäblich in letzter Sekunde hat sich der SV Mitterteich bei den favorisierten Regensburger Fortunen ein Unentschieden erkämpft. "Die katastro-phalen Bodenverhältnisse sind uns entgegengekommen. Wir freuen uns natürlich riesig über diesen Punkt", sagte SVM-Chef Roland Eckert.

Regensburg. (cy) "Für die Gastgeber ist dieses 2:2 unglücklich, denn sie haben wieder einmal in letzter Sekunde noch den Ausgleich kassiert. Mitleid haben wir aber nicht", erklärte Roland Eckert, der Vorsitzende des SV Mitterteich. Ihm war die Freude über dieses nicht mehr erwartete "halbe Erfolgserlebnis" bei der nach seiner Einschätzung spielerisch wohl besten Truppe der Landesliga Mitte anzumerken. "Wir sind jetzt acht Partien ungeschlagenen, darauf können wir stolz sein", freut sich Eckert.

Führung durch Stilp

Die Gäste begannen konzentriert. Die Platzherren hatten mit dem holprigen Boden ihre liebe Not, sie konnten deswegen ihr gefährliches Kombinationsspiel nicht aufziehen. Die Stiftländer störten frühzeitig und knöpften dem Favoriten immer wieder den Ball ab. "Wir konnten immer wieder den einen oder anderen Nadelstich setzen", informierte Eckert. Einer davon führte nach zehn Minuten zum Erfolg. Ein maßgerechter Pass von Dürbeck erreichte Stilp und der zimmerte das Leder in die Fortuna-Maschen. Danach versuchte es Müller, aber er traf nicht ins Schwarze. Nach 19 Minuten zog Hezer ab, Bächer war zur Stelle und verhinderte im letzten Moment drohenden Schaden. Nach einer halben Stunde wurden die Gastgeber gefährlicher, vor allem mit ihren Standards. "Der Ausgleich ist zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt gefallen. Es war ein verunglückter Schuss, wobei der Ball genau vor Wittmann landete und der versenkte ihn, unerreichbar für Keeper Scharnagl im langen Eck", beschreibt Eckert das 1:1.

Kurz nach dem Seitenwechsel mussten die Nordoberpfälzer tief durchatmen, als ein Kunstschuss von Arber Morina aus gut 25 Metern an die Querlatte krachte. Bei strömendem Regen hatte Regensburg plötzlich mehr vom Spiel, konnte aber zunächst kein Kapital daraus schlagen. Im Gegenteil, die Gäste machten mit einem gefährlichen Freistoß von Männl auf sich aufmerksam, den Schlussmann Kister nur mit Mühe zur Ecke lenken konnte.

Ryba trifft zum 2:2

Drei Minuten später drang der trickreiche Arlind Morina in den SVM-Strafraum ein, wurde von Göhlert von den Beinen geholt und der Referee zeigte auf den Punkt. "Das war eine völlig berechtigte Strafstoßentscheidung", gab Eckert zu. Der eingewechselte Kochan ließ Scharnagl keine Chance. "Auf der Gegenseite hätte der Unparteiische wenig später auf Handelfmeter entscheiden müssen, er tat es aber nicht", bedauerte Eckert. Die Gäste gaben sich nicht geschlagen. Sie stellten von Fünfer- auf Viererkette um und brachten zudem frisches Personal. In der Nachspielzeit landete ein langer Ball von Hösl vor den Füßen des am Elfmeterpunkt lauernden Ryba und der vollstreckte zum 2:2.
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