Aushängeschild am Gaisweiher

Bürgermeister Thomas Meiler (Vierter von rechts) schildert Gemeinderat Alexander Sailer, den Kreisräten Karl Meier, Karl Lorenz, Thomas Schopf, Manfred Plößner (von links), Kreisrat Albert Gollwitzer und Gemeinderätin Birgit Neumann (von rechts) die Situation am Gaisweiher. Bild: bey

Der Campingplatz am Gaisweiher muss saniert werden. Das größte Problem sind die Sanitäranlagen mit ihrer Warmwasseraufbereitung, die längst nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entspricht.

Flossenbürg. (bey) Bei einer Ortsbesichtigung beschrieb Bürgermeister Thomas Meiler den Kreistagsmitgliedern Manfred Plößner, Karl Meier, Thomas Schopf und Karl Lorenz sowie den Gemeinderäten Birgit Neumann und Alexander Sailer die derzeitige Situation des Campingplatzes am Gaisweiher. Er ging vor allem auf Schwierigkeiten bei der finanziellen Bewältigung der Mängel ein.

Nach mehreren Anläufen liege jetzt eine Planung vor, die einen Kostenaufwand von unter zwei Millionen Euro, bei einem gemeindlichen Anteil von 500 000 Euro, vorsehe, erklärte das Gemeindeoberhaupt. Er machte bei der Darlegung des finanziellen Aufwandes deutlich, dass der Gaisweiher als Aushängeschild für die Gemeinde und den Landkreis einzustufen sei. Allein die große Zahl der Dauercamper, vor allem aus dem fränkischen Raum, zeige die Beliebtheit des Platzes, fuhr Meiler fort.

Zum dauerhaften Erhalt des Campingplatzes sei dessen Führung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten notwendig. Dies habe in den vergangenen zwei Jahren in der Abrechnung bereits zu einer schwarzen Null geführt. Der Blick müsse aber auf Gewinn gerichtet sein, um den Reinertrag wieder für Investitionen verwenden zu können. Die Gemeinde werde den Campingplatz als weiteren selbstständigen Geschäftszweig in das bestehende Kommunalunternehmen eingliedern.

Da sowohl der Landkreis als auch die Gemeinde Flossenbürg am Campingplatz beteiligt sind, wünscht sich der Bürgermeister, dass sich der Landkreis an der Sanierung der Gebäude beteilige. Dann wäre die Gemeinde bereit, den Landkreis als Grundstückseigentümer auf Dauer aus der Rückbauverpflichtung bei den Gebäuden zu entlassen.

Strom aus Windkraft

Am Gaisweiher soll zukünftig nur noch ein Sanitärgebäude in Betrieb sein, das mit Pellets oder Strom aus einer Photovoltaikanlage beheizt wird. Dazu erwägt Meiler überschüssigen und kostenlosen Strom aus Windkraftanlagen mit zu verwenden. Die Freizeitanlage soll ebenfalls erneuert werden. Dafür sei eine Förderung in Höhe von 80 Prozent aus dem Leader-Programm der EU möglich. Außerdem soll ein Zeltplatz als internationaler Jugendtreff entstehen.

Kreisrat Karl Lorenz ist überzeugt, dass der Landkreis im Interesse des Tourismus eine Förderung ins Auge fassen muss. Auf die Frage nach einem "Wunschbetrag" nannte Bürgermeister Meiler diplomatisch die noch offene Finanzierungslücke in Höhe von 140 000 Euro.
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