Aushängeschild kehrt zurück

Bei der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder des Sollbacher Trachtenvereins auch einen neuen Vorstand. Richard Wagensonner (rechts) erhielt dabei erneut das Vertrauen als Vorsitzender. Bild: hbr

Die Entscheidung, mit der Trachten-Kirwa in die Dorfmitte zurückzukehren, erwies sich als richtig. Die Trachtler freut diese Tatsache besonders. Ein wenig Sorge bereitet der Fortbestand der Gesangsgruppe.

Vorsitzender Richard Wagensonner zeigte sich bei der Jahreshauptversammlung der "Trollbachtaler" im Schächerer-Saal mit dem Vereinsjahr 2014 "rundum zufrieden". Die Fixtermine wie Johanni-Feier, Bürgerfest, Trachten-Kirwa und Weihnachtsmarkt seien wieder erfolgreich absolviert worden. Wagensonner machte dafür das Zusammenspiel der gesamten Vereinsgemeinschaft verantwortlich.

Bereits 30 Termine

Näher ging er auf die Trachten-Kirwa ein, "die nach wie vor das Aushängeschild des Vereins ist", betonte der Sprecher. Kontrovers sei die Diskussion um den neuen Kirwa-Platz gewesen, doch letztlich habe sich die Rückkehr auf das angestammte Areal bei der Dorfmitte als richtige Entscheidung erwiesen. Am Samstagabend habe man zwar mit einem Totalausfall der Stromversorgung kämpfen müssen (für deren Behebung dankte er speziell Hans Wittmann, Michael Schuster und Gerd Habermeier), doch ansonsten habe es für die "abgespeckte Kirwa-Version" nur lobende Worte gegeben. Daher werde am Standort festgehalten.

Derzeit könne man auf 251 Mitglieder zählen, darunter 21 Kinder und Jugendliche. In seiner Vorschau verwies der Vorsitzende darauf, dass bereits jetzt knapp 30 Termine fest eingeplant seien.

Dritte Bürgermeisterin Inge Gleixner stellte in ihrem Grußwort heraus, dass sich viele Mitmenschen mit dem Begriff "Tradition und Brauchtum" immer schwerer täten. Daher seien gerade die Trachtenvereine ein wichtiger Bestandteil, da sie das kulturelle Erbe aufrechterhalten würden. Das Engagement der "Trollbachtaler" innerhalb des Brucker Vereinslebens hob die Sprecherin explizit heraus.

Vorplattler Hans Eichinger zeigte sich zufrieden mit dem Probenablauf, hob jedoch warnend den Finger, da man dringend "Personal" brauche und riet, die Nachwuchswerbung zu forcieren. Vortänzerin Sandra Schmidhuber verwies darauf, dass die Proben gut besucht waren und die Einbindung der jungen Tänzer bestens klappe. Den Part der entschuldigten Jugendleiterin Tina Habermeier übernahm ihre Stellvertreterin Christine Schächerer. Diese berichtete von diversen Aktivitäten. Demnächst sei eine Werbeaktion in den Kindergärten geplant, um die Kindergruppe wieder zu beleben.

Eine Zeitfrage

Im vergangenen Jahr habe man neue Dirndl angeschafft, ließ Dirndlvertreterin Kerstin Seidl wissen. Mit dem Auftreten bei Veranstaltungen zeigte sie sich zufrieden. Musik- und Gesangswartin Monika Birner teilte mit, dass die "Sollbacher Moidln" in 2014 fünf Auftritte absolvierten. Der Fortbestand der Gruppe sei sehr schwierig, da die jungen Musikerinnen durch Ausbildung und Studium stark eingeschränkt würden. Vereinsmusikant Ludwig Seidl berichtete von den Proben und Auftritten. Auch bei der Verantwortlichen für das Inventar, Maria Männer, zeigte der Daumen nach oben, und sie teilte mit, dass "die Sach' gut in Schuss" sei.
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