Außergewöhnlich schwere Schäden

Der Steg über den Halsgraben ist für sein noch relativ junges Alter von 22 Jahren schon außergewöhnlich schwer beschädigt. Zu dieser Einschätzung kam Ingenieur Karsten Uhlig bei der Sitzung des Stadtrates am Dienstag.

Bereits bei einer ersten Hauptprüfung im Jahr 2006 seien ungewöhnlich hohe Korrosionsschäden aufgefallen. Die Situation verschlechterte sich in den folgenden Jahren derart, dass der Experte nun zu dem Schluss kam: "Die Korrosionsschäden sind im kritischen Bereich. Außerdem sind der Belag und das Geländer schadhaft". Ergo: Der Steg ist einem ungenügenden Zustand, dringender Handlungsbedarf gegeben.

Aber wie kann es sein, dass dort bereits nach einer kurzen Zeit von 22 Jahren Schäden auftreten, die für Stahlbauten absolut außergewöhnlich sind? Uhlig nannte mehrere mögliche Ursachen: Die Mängel könnten zum Beispiel baubedingter Art sein. Eventuell sei beim Schweißen die Verzinkung verdampft und die Nachbearbeitung mangelhaft ausgeführt worden. "Diese Stahlsorte ist beim Schweißen nicht unproblematisch", berichtete der Experte.

In Frage kämen außerdem Beschädigungen durch Lagerung oder Transport. Auch Mängel bei der Feuerverzinkung und die Tatsache, dass es bei der Qualität des Stahls damals große Schwankungen gegeben habe, müsse man beispielsweise in Betracht ziehen. (tib)
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