Ausstellung als Glanzpunkt

Ernst Umann (vorne von links), Karin Dippl, Cornelia Meyer, Maria Enslein, Roswitha Jobst und Andrea Sonnauer bilden den Vorstand des Oberpfalzvereins. Bild: bgm

"Friedhofskultur - ein Spiegel unserer Gesellschaft" - der Oberpfalzverein will sich einem "etwas gruseligen Thema" widmen, wie der im Amt bestätigte Vorsitzende Ernst Umann sagt.

Neustadt/WN. (bgm) "Friedhöfe sind ein Teil unserer Kultur. Die Riten ändern sich, und dem muss man sich stellen. Das ist ein Zeichen eines Kulturvereins, dass man sich diesem Thema annimmt", begrüßte Bürgermeister Rupert Troppmann die Veranstaltungsidee. Umann hat unter anderem im Herbst eine Aktion in den Räumen des Bestattungsinstituts Schmid geplant. In einer weiteren Ausstellung wird der Verein an sein verstorbenes Mitglied Karin Siegel erinnern. "Ihr Tod hat eine riesen Lücke gerissen", bedauerte Umann.

Mit der Herbstausstellung vom 2. bis 7. Oktober 2015 unter dem Titel "Die Welt, in der wir leben" will der Verein an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen. "Das ist der Glanzpunkt unserer Vereinstätigkeit", sagte Umann. 2014 stellten zwölf Maler ihre Werke aus. Maria Enslein präsentierte acht Schaufensterpuppen mit selbstgenähten Trachten. Dabei war auch der iranische Künstler Sasan Mohammad Zahari, der seine Bilderreihe "Die Schönheit der Frau - orientalische Traumwelten" schon bei einer Vernissage im Rathaus präsentiert hatte. "Zu den Ausstellungen und Vernissagen sind viele Leute gekommen", bestätigte Troppmann. Auch die Ausstellung des zweiten iranischen Malers Naser Seddighi war gut besucht. Ab 1. Mai wird die Familie Janner aus Grafenwöhr ihre Werke präsentieren. Maria Enslein, Leiterin des Arbeitskreises Brauchtum, hatte vergangenes Jahr zum zehnten Mal einen Trachtennähkurs mit Trachtenschneiderin Edeltraud Wild aus Schönsee organisiert. Großen Anklang fand eine Wanderung entlang der Goldenen Straße mit Anekdoten und Sagen aus vergangenen Zeiten.

"Der Oberpfalzverein ist ein Verein, der eine ganz wichtige Lücke im Angebot für unsere Bürger füllt", sagte der Bürgermeister. Es gebe sonst keinen Verein, der dieses Gebiet abdecke. Bei den Neuwahlen bestätigte die Versammlung alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern.
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