Ausstellung in leeren Schaufenstern: Bernhard Fröhler
Urgestein in der Auslage

Floß. (le) Leere Schaufenster in der Freiherr-von-Lichtenstern-Straße zu einem Blickfang durch die Ausstellung von Handwerks- und Hobbykunst werden zu lassen, ist seit fünf Jahren Anliegen des Arbeitskreises "Heimatmuseum Flosser Amt" und dessen Initiator Peter Pierepioka. Nach Lothar Wirth, Hans Witzl, Gertrud Dobmeier, Otto Kiehl, Otto Nachbauer und der Zinngießerei und Glaserei Schnappauf werden Gemälde des früheren Obermalers und Abteilungsleiters der ehemaligen Porzellanfabrik Plankenhammer, Bernhard Fröhler, ausgestellt.

Möglich wurde dies durch Sohn Fred, der die wertvollen Gemälde als Unikate zur Verfügung stellte. Die Ausstellung ist zugleich eine Erinnerung an ein Flosser Urgestein. Die Wiege Fröhlers stand auf dem Judenberg, wo er am 1. Mai 1910 geboren wurde. Nach seiner Lehre in der Porzellanfabrik Plankenhammer studierte er Malerei er an der Fachakademie für Porzellan in Selb unter den Künstlern Fritz und Paul Klee. Fröhler war Kriegsteilnehmer und kam schwer verwundet zurück. In Floß machte er sich mit seinem Neffen Hans Schedl selbstständig und betrieb einen Farben-Großhandel. Daraus entstand 1975 die Firma Alfred Fröhler.

Seine große Liebe gehörte der Malerei. Fröhler war ein hervorragender Musiker. Er spielte bei der früheren Fichtl-Kapelle Klarinette. In der Hausmusik griff er zur Zither oder Gitarre. Mit seinem Cello begleitete er viele Jahrzehnte Orchestermessen in der Katholischen Pfarrkirche. Im Juni 1987 starb Fröhler. Unter seinen Kunstwerken sind in der Ausstellung die beiden Pfarrkirchen, die St. Nikolauskirche, ein Repro von Floß aus dem Jahre 1600, Landschaftsbilder, Marterln und eine Reihe von Bleistiftzeichnungen zu sehen.
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