Austretender Rauch aus einer Maschinenhalle, um Hilfe schreiende und mit Kunstblut verschmierte Verletzte im und um das Gebäude herum sowie verschüttete Personen -
Blut, Schweiß und Fontänen

Vom nahen Weiher schafften die Wehren das Löschwasser an den fiktiven Brandherd, bei dem es nach einer Explosion Verletzte zu retten galt.
so stellte sich die Szenerie dar, als anlässlich der Aktionswoche in der Gemeinde Freudenberg deren acht Feuerwehren mit rund 80 Einsatzkräften zur Übung gerufen wurden.

Angenommen wurde, dass es am Ende der Dorfstraße in dem dortigen Baugeschäft zu einer Explosion gekommen und eine nicht bekannte Anzahl an Verletzten zu beklagen war. Punkt 17 Uhr löste daraufhin die Integrierte Leitstelle (ILS) Amberg den Alarm für die Feuerwehren aus. Zum ersten Mal wurde bei dieser Übung auch der Digitalfunk auf seine Funktion im Einsatz getestet und der Sprechfunkverkehr der anrückenden Einheiten in Zusammenarbeit mit der ILS geübt.

Als erstes traf die örtlich zuständige Feuerwehr aus Etsdorf ein. Deren Kommandant Dominik Baumer verschaffte sich sofort einen Überblick über den Einsatzort und legte die Erstmaßnahmen fest. Baumer hatte auch die Gesamteinsatzleitung inne und versorgte die anfahrenden Einsatzkräfte noch am Funk mit Informationen und Aufträgen.

Drei Bereiche eingeteilt

Drei Einsatzabschnitte wurden gebildet, die parallel abgearbeitet werden mussten. Die Feuerwehr Trisching, die zusammen mit dem Helfer vor Ort (BRK) aus Schmidgaden die Einsatzübung unterstützte, hatte unter schwerem Atemschutz die verletzten Personen aus dem Inneren des Brandobjekts zu retten und die Brandbekämpfung im Nachgang einzuleiten. Als die ersten Personen geborgen wurden, wartete schon eine Simulationspuppe zur Herz-Lungen-Wiederbelebung, an der die Einsatzkräfte eine Reanimation vornehmen mussten.

Unter einer Stahlplatte

Die Tragkraftspritzenfahrzeuge (TSF) aus Hiltersdorf, Aschach und Lintach sowie die Tragkraftspritzenanhänger (TSA) der Wehren Bühl, Pursruck und Immenstetten schafften mittels zweier B-Leitungen das Löschwasser aus einem Weiher an die Einsatzstelle und bekämpften den Brand an der 20 mal 45 Meter großen Maschinenhalle von außen.

Die Feuerwehr Freudenberg-Wutschdorf und die eingegliederte Einheit der First Responder (Ersthelfergruppe) hatten die Aufgabe, mit Hebekissen eine eingeklemmte Person unter einer Stahlplatte möglichst schonend hervorzuholen und diese unter Anleitung von Rettungsassistent Jürgen Batek medizinisch zu versorgen. Mit in die Übung eingebaut wurde auch die Suche nach vermissten Personen sowie die Anwendung von Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Dank für den Einsatz

Bei der Abschlussbesprechung zeigten sich die Verantwortlichen rundum zufrieden. Übungsleiter und Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl dankte allen Teilnehmer für ihren Einsatz das ganze Jahr über. Bürgermeister Alwin Märkl und sein Stellvertreter Franz Weiß verfolgten die Übung. Zum Dank spendierten sie den Einsatzkräften eine Brotzeit.

Das Motto der Aktionswoche des Landesfeuerwehrverbandes Bayern lautet "Frauen zur Feuerwehr". Auch die Wehren in der Gemeinde Freudenberg würden sich über jede Frau freuen, die sich den Aktiven anschließt.
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