Autorin Christa Vogl stellt ihr Buch "Ein Funken Wahrheit" vor - "Ist mir nicht alles selbst ...
Das Besondere im Gewöhnlichen

Autorin Christa Vogl (stehend) stellte in Guttenberg ihr Buch "Ein Funken Wahrheit" mit knapp 40 satirischen Geschichten aus der Oberpfalz vor. Bild: stg
Guttenberg. (stg) Kurze Geschichten sind die große Leidenschaft Christa Vogls: Seit mittlerweile sechs Jahren schreibt die Fremdsprachensekretärin aus Guttenberg bei Kemnath Kurzgeschichten. Wie sie dazu gekommen ist - eher zufällig -, erzählte sie am Freitag bei der Vorstellung ihres neuen Buches in der Gaststätte Dumler: 2009 hat sie bei einem kleinem Wettbewerb mitgemacht, bei dem eine Geschichte unter der Überschrift "Mein schönster Urlaubsmoment" eingeschickt werden sollte.

Noch am selben Tag setzte sie sich an den Computer und schrieb, was ihr dazu einfiel - und Vogl erhielt dafür den ersten Preis. Da habe sie gemerkt, dass ihr das Schreiben sehr großen Spaß mache, und seit diesem Zeitpunkt verfasste sie immer wieder einmal eine neue Geschichte - bis heute. Die erste - prämierte - Kurzgeschichte las die Autorin auch in der gutgefüllten Gaststätte vor.

Für ihr aktuelles Buch "Ein Funken Wahrheit", so Vogl, habe sie mit dem Buch & Kunstverlag Oberpfalz sowie dessen Leiter Wolfgang Benkhardt einen idealen Partner gefunden. Insgesamt finden sich darin knapp 40 satirische Geschichten aus der Oberpfalz. Die Autorin schildert in amüsanten Episoden, was so alles passiert beziehungsweise passieren kann, wenn Mann, Frau, Kind und Katze unter einem Dach zusammenleben, Journalisten auf der Suche nach einer Sommerloch-Story sind, ein Paar seine eigene App kreieren will oder es die Nachbarn, Verwandten und Bekannten beim Geburtstag einfach zu gut mit einem meinen.

Über die Mitwirkenden der Kemnather Passionsspiele macht sich die Autorin ebenso Gedanken wie den übertriebenen Fitnesswahn, das Skilanglaufen im Steinwald, die Sichtung von beißwütigen Echsen in Oberpfälzer Badegewässern und natürlich den Zoigl, das Kultbier der Region. Insgesamt acht Kostproben aus dem Buch bekamen die Interessierten zu hören, beim Vorlesen wurde die Autorin Christa Vogl unterstützt von Angela Reindl, Ingrid Dumler sowie der Namensvetterin und Schwägerin Christa Vogl. Für die musikalische Gestaltung zwischendurch sorgte Michaela Gaach an der Zither.

Verlagsleiter Benkhardt betonte, dass es heutzutage schon ein besonderes Manuskript einer neuen Autorin sein müsse, um es als Verlag erfolgreich zu promoten. Mit Blick auf das Werk Vogls führte er aus: "Das Besondere daran ist, dass die Autorin gar nicht nach dem Besonderen oder Ungewöhnlichen sucht.

Die Ereignisse in den Geschichten stehen nur ganz selten in der Zeitung, es sind Situationen, die wir alle so oder so ähnlich schon erlebt haben." Keine der Geschichten sei natürlich 1:1 erlebt worden oder passiert. Aber in den meisten Erzählungen stecke eben jener "Funke Wahrheit", der dem Buch seinen Namen gegeben habe und der dieses Büchlein so faszinierend mache. Das Besondere an einer Satire sei, dass sie übersteigere, verzerre und aus ganz banalen Dingen eine großartige Erzählung mache, die dann und wann auch einen Spiegel vorhalte.
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