"Ave Maria singen wir alle"

Der Kirchenchor überzeugte mit dem "Ave Maria". Rechts Hauptorganisatorin Rita Gleißner. Bilder: gag (3)

Die weit über 50 Mitwirkenden des Marienlobes bescherten doppelte Freude: den 250 Zuhörern einen unterhaltsamen Nachmittag und der NT-Aktion "Lichtblicke" über 1200 Euro. Sie kann damit Menschen helfen, denen es nicht so gut geht, weil die Musiker auf ihre Gage verzichten.

Luhe. (gag) Wenn "Lichtblicke" ruft, kommen die Menschen gerne. Auch am Sonntag füllten sie die wunderschöne barocke Pfarrkirche St. Martin. Es gab keinen freien Platz mehr, als Schirmherrin Elisabeth Wittmann die Veranstaltung zur Ehre der Mutter Gottes eröffnete. Der Eintritt war frei, jeder durfte nach dem Konzert Spenden in die Sammelkörbchen legen.

Wittmann dankte vor allem den beiden Organisatorinnen Rita Gleißner und Ulrike Schwab, die nicht nur im "Trio Z'sammg'stimmt" und im Kirchenchor St. Martin mitwirkten, sondern auch die Luher "Martinsspatzen" leiten und die Bindeglieder des Konzerts waren.

Fünf Klarinetten, eine Tuba

Die Besucher erwartete ein sehr ansprechendes und abwechslungsreiches Programm, eröffnet durch "Sei gegrüßt, o Jungfrau rein" durch das "Trio Z'sammg'stimmt" (Rita Gleißner, Ulrike Schwab, Resi Lorenz). Gleißner begleitete den Gesang mit der Zither. Ein andächtiges "Ave Maria" stimmte der Kirchenchor an, gefolgt von der "Neustädter Klarinettenmusi" unter Leitung von Karl Wildenauer, fünf Klarinetten und eine Tuba, mit einem Oberpfälzer Menuett. "Thoughts" hieß das Stück der niederländischen Rockformation "Ekseption", das Noah Käs auf der Trompete darbot, begleitet von Piano und Synthesizer. Der Schüler der Anton-Bruckner-Musikschule spielte später nochmal zusammen mit Jennifer Dirscherl (Klarinette) das "Ave Maria" von Schubert.

Fotos: Gabriele Glaubitz


Herzerwärmend waren die Darbietungen der "Martinsspatzen". Die Sechs- bis Elfjährigen sangen unter Anleitung von Rita Gleißner und zur Begleitung von Ulrike Schwab "Ave Maria singen wir alle", aber auch ein Marienlied aus Chile. Dabei huschte den Zuhörern schon mal ein Lächeln über die Lippen.

Keine Gage

Die klare Sopranstimme von Gertrud Werner (Ave Maria von R. Scholz und "Wir grüßen dich, Jungfrau" mit Klavierbegleitung) und Gedanken zur Gottesmutter von Pfarrer Arnold Pirner rundeten den Nachmittag ab. Die einzelnen Gruppen und Interpreten wechselten sich immer wieder ab, präsentierten sowohl volkstümliche oder alpenländische Klänge als auch Klassisches bis Modernes. Sehr harmonisch war gegen Ende der gemeinsame Kanon "Magnificat" des Kirchenchors zusammen mit den "Martinsspatzen". Die reifen Stimmen, zusammen mit den frischen der Kinder, ergaben ein sehr homogenes Klangbild.

Bevor das Publikum gemeinsam mit den Künstlern das "Segne, du Maria" anstimmte, dankte NT-Redakteur Martin Staffe den Akteuren für den Kunstgenuss und den Verzicht auf die Gage für den guten Zweck. "Wir gehen besonders gerne nach Luhe", lobte Staffe die lebendige und intakte Gemeinschaft in der Pfarrei mit vielen guten Gesangs- und Instrumentalgruppen. Stellvertretend für alle übergab der Journalist Blumen an die beiden Organisatorinnen Gleißner und Schwab. Das Publikum war nicht nur begeistert ob des schönen Konzerts, sondern füllte auch großzügig die Sammelkörbchen für die Aktion "Lichtblicke". Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 1211,05 Euro.
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