Bad Abbach entzaubert den SVE

Kleiner Dämpfer für den SV Etzenricht, nach vier Siegen in Folge verlor das Team von Michael Rösch am Mittwochabend vor eigenem Publikum unter dem Strich verdient mit 0:2.

Etzenricht. (war) Den Ausschlag gab eine taktisch klug gespielte erste Halbzeit der Badstädter, die Messe war nach dem zweiten Treffer im Prinzip gelesen.

"Wir haben vor der Pause zu den beiden Toren noch drei oder vier gute Gelegenheiten liegen gelassen, uns war klar, dass Etzenricht in Halbzeit zwei alles probieren wird, aber wir haben mit einer Menge Laufbereitschaft den Vorsprung hervorragend verteidigt", kommentierte Abbachs Cheftrainer Helmut Wirth. Er legte aufgrund der bisher noch nicht ganz wunschgemäß verlaufenden Saison nach: "Wir haben heute gezeigt, dass wir uns nicht so schnell abschreiben lassen."

Seine Einschätzung passte zu dem, was auf dem Rasen passierte. Zumindest die ersten 45 Minuten wirkte das Duell so, als hätte Bad Abbach permanent ein oder zwei Anspielstationen mehr. Vor allem die Aktionen in Richtung Etzenrichter Tor waren zielstrebiger angelegt, verfehlten ihre Wirkung nicht. Ein präzise steil in den Strafraum gesteckter Pass machte den Weg frei für Matthias Lang. Er durfte sich die Ecke aussuchen und sein Schlenzer war nicht zu halten für Keeper Michael Heisig. Gleich die nächste Situation bestätigte das Statement des TSV-Trainers, denn Tobias Grätz hätte sogleich erhöhen könne, feuerte aber aus der Kurzdistanz in die Wolken.

Zweifel beim zweiten Tor

Ohne die Gästeführung infrage zustellen, beim 0:2 standen der Schiri und sein Assistent Pate. Sie entschieden aus schlechten Sichtpostionen, dass der Ball über der Linie war. Und daran gab es erhebliche Zweifel, obwohl Heisig beim Torschuss von Huber in der Rückwärtsbewegung nachbessern musste. "Im ersten Abschnitt ist uns wenig gelungen, die Abbacher Führung ging auch in dieser Höhe in Ordnung. Wir haben uns in der Folge bemüht, aber keine zwingenden Szenen erarbeitet, es war nicht unser Tag heute", sagte SVE-Abteilungsleiter Manfred Herrmann nach 90 Minuten.

Stephan Herrmann nach einem Konter (62.), Andreas Schimmerer (70.) nach klasse Vorarbeit von Martin Pasiek und eine Direktabnahme von Matthias Dietl nach Zuspiel von Johannes Pötzl bildeten die drei Höhepunkte aus Sicht des SVE-Anhangs. Abbach stand aber in der Defensive immer im Bilde, bot den kämpferisch sich steigernden Etzenrichtern Paroli und setze immer wieder Akzente mit Konterangriffen.
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