Bäder rücken zusammen

Kommunalpolitiker und Vertreter des Sibyllenbads und von Einrichtungen in Bad Alexandersbad und Franzensbad trafen sich kürzlich erneut zu einem Meinungsaustausch. Bild: hfz

Bad Alexandersbad, Franzensbad und das Sibyllenbad basteln an einer Zusammenarbeit. Vertreter von Einrichtungen und Kommunalpolitiker sprachen jetzt über das weitere Vorgehen und mögliche Projekte.

Im Januar 2015 ist die Idee zu einer Zusammenarbeit zwischen Bad Alexandersbad und dem Sibyllenbad erstmals in einem Gespräch zwischen dem Landtagsabgeordneten Tobias Reiß und Michael Galimbis andiskutiert worden. Was sich zwischenzeitlich daraus entwickelt hat, war damals so nicht zu erwarten. Bereits zum dritten Mal gab es nun ein Treffen der Verantwortlichen.

Die Zusammenkunft im Alten Kurhaus in Bad Alexandersbad hatte zum Ziel, das gegenseitige Kennenlernen weiter zu vertiefen. So stellte Bürgermeister Peter Berek zunächst das kleinste bayerische Heilbad vor und ging dabei insbesondere auf die derzeitige Entwicklung ein. Anschließend galt es, die nächsten Schritte zu einer formalen Zusammenarbeit einzuleiten. So nahm erstmals Euregio-Egrensis-Geschäftsführer Harald Ehm teil und zeigte die Möglichkeiten einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auf. Er begrüßte die Initiative sehr und sagte seine Unterstützung zu. Der Regionalmanager des Landkreises Wunsiedel, Ronald Ledermüller, erläuterte seine Erfahrungen mit grenzüberschreitenden Projekten und gab einen Sachstand zu aktuellen Initiativen und Überlegungen des Landkreises.

E-Bike-Projekt als Favorit

Nach einer Diskussion über künftige Fördermöglichkeiten aus dem Programm Interreg V tauschte sich die Arbeitsgruppe zu möglichen Startprojekten aus. Als Favorit wurde dabei ein Projekt zum Thema E-Mobilität gesehen. Hier könnte man mit einem E-Bike-Projekt beginnen und hätte dann die Möglichkeit des weiteren Ausbaus. Einigkeit bestand darin, dass die Gruppe einen Projektrahmen selbst erarbeitet und dass ab einem bestimmten Projektstand ein externes Büro beauftragt wird.

Der stellvertretende Franzensbader Bürgermeister Jan Kuchar erklärte sich bereit, hierzu eine Projektskizze zur Verfügung stellen, die von einer Arbeitsgruppe dann vertieft werden kann. Diese wurde dann auch gleich besetzt. Ihr gehören Christian Maischl, Stefan Walberer und Martin Pisvejc an.

Im Zuge des ersten Projekts sollen sich auch die Strukturen der Zusammenarbeit nach und nach entwickeln. Ein besonderes Detail soll dabei sein, dass alle drei Bäder eine "Patenstadt" an ihrer Seite haben. Für Franzensbad wird dies Cheb sein, wie Michal Pospísil von der Stadt Cheb bestätigte. Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer erklärte die Bereitschaft, Partner von Neualbenreuth/Sibyllenbad zu sein. Bei Bad Alexandersbad zeichnet sich Marktredwitz als Partner ab. Hierzu seien erste Gespräche mit Oberbürgermeister Oliver Weigel schon geführt worden, wie Bürgermeister Berek berichtete.

Um die Zusammenarbeit auch mit einem offiziellen und formalen Schritt auf den Weg zu bringen, sprach sich Neualbenreuths Bürgermeister Klaus Meyer dafür aus, demnächst gemeinsam mit allen Beteiligten eine Art "Charta der Zusammenarbeit" zu unterzeichnen. Bereits beim nächsten Treffen soll ein solches Schriftstück ausgearbeitet werden, damit die notwendigen Beschlüsse in den Gremien der beteiligten Orte gefasst werden können.
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