Bäuerliche Schlachtgemeinschaft: Fleisch kann in Metzgereien verkauft werden
Notschlachten ohne Stempel

Floß. (le) Die Bäuerliche Schlachtgemeinschaft Floß und Umgebung hat als Selbsthilfeeinrichtung im Flosser Amt lange Zeit eine Vorreiterrolle in der Region eingenommen. Sie hat auch heute noch ihre Bedeutung, was in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Plödt in Diepoltsreuth deutlich wurde.

Vorsitzender Werner Opitz findet durch seine Mitglieder im Vorstand mit zweitem Vorsitzenden Robert Prölß, Schriftführer Paul Bodensteiner und Kassier Helmut Bär tatkräftige Unterstützung. Dankbar ist die Gemeinschaft für den Dienst von Metzgermeister Karl Bamler und dessen Enkel Marco Meierhöfer. Das stärke die Existenz und lasse zuversichtlich den Blick nach vorne richten.

Wie sehr die Gemeinschaft Anerkennung findet, zeigte sich durch die Anwesenheit zahlreicher Ehrengästen unter denen sich auch Franz Schaller von der Nachbargemeinschaft Vohenstrauß und Beschautierarzt Dr. Ulrich Beuthner, Bürgermeister Günter Stich, Ehrenpräsident Hans Meierhöfer, Ehrenkreisobmann Erich Schieder und Bankdirektor Jürgen Schnappauf befanden. Selbst wenn es ein ruhiges Geschäftsjahr war, gab es eine Reihe von Ereignissen, die Opitz auflistete. Die Nachbarschaft werde gepflegt durch gegenseitige Besuche in Vohenstrauß und Moosbach. Zwei Abklatschproben verliefen ohne Bedenken.

Hygienisch einwandfrei

Das Schlachthaus sei stets in einem hygienisch einwandfreiem und sauberem Zustand. Neu geregelt wurde die Trichinenuntersuchung. Endlich kam auch einmal eine gute Nachricht vom Gesetzgeber. So braucht der bisher verwendete Notschlachtstempel nicht mehr geführt zu werden. Das bedeute, dass die Ware jetzt auch an Metzgereien verkauft werden könne.

Angehoben wurden die Untersuchungsgebühren. Nach den Bestimmungen der neuen Tierschutz-Schlachtverordnung müssen alle Mitarbeiter des Schlachtbetriebes einen neuen Sachkundenachweis führen. Die Verpflichtung soll bereits 2015 wirksam werden. Opitz sprach auch die Probleme der Fleischbeschau und die Benützung des Schlachthauses an. Nicht besser könnte die Zusammenarbeit im Vorstand sein, viele Arbeiten werden ohne Wenn und Aber erledigt. Ausdrücklich wies Opitz darauf hin, dass Kündigungen schriftlich erfolgen müssen.

Dass im Berichtszeitraum vom Oktober 2013 bis September 2014 sehr gut gewirtschaftet wurde, zeigte Kassier Helmut Bär auf. Er fand Bestätigung und Anerkennung durch Kassenrevisor, Bankdirektor Schnappauf, so dass es zur Entlastung des Vorstands kam. Der abschließende Hinweis von Vorsitzenden Opitz, dass die Gelder ausreichen und keine Gebührenerhöhungen in Erwägung gezogen werden, befriedigte die Mitglieder.

23 Tiere geschlachtet

Im Berichtszeitraum mussten 23 Tiere geschlachtet werden. Darunter waren 8 Kühe, 9 weibliche Rinder und Färsen, 3 Jungbullen und Bullen und 3 Kälber. 13 Tiere kamen von Mitgliedern, 10 Tiere von Nichtmitgliedern. Zwei BSE-Tests waren negativ.
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