Bahn-Vertreter fällt "fast vom Stangerl"
Nachgefragt

Waldsassen. (pz) Der Stadtrat hat mehrheitlich - mit den Gegenstimmen der SPD-Fraktion - in der jüngsten Sitzung die Entwidmung der für die Regionaltrasse nötigen Flächen auf der Bahnlinie Flächen für Eisenbahnbetriebszwecke beantragt (wir berichten). Dabei erwähnte Bürgermeister Bernd Sommer auch den Widerspruch im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans.

Neben der Verlegung der Bundesstraße B299 ist darin auch der Ausbau der Schienenverbindung Wiesau-Eger über Waldsassen - auf der selben Linie enthalten. "Der wäre fast vom Stangerl gefallen", erzählte Sommer gegenüber dem NT von einer Anfrage an einen Verantwortlichen bei der Bahn, wie denn dies zu verstehen wäre.

Laut Sommer hat die Bahn längst dem Bau der Regionaltrasse auf weiten Teilen der Bahnlinie schon vor langer Zeit zugestimmt. Der in den Vorschlägen für den neuen Bundesverkehrswegeplan für zu untersuchende Vorhaben enthaltene Ausbau der Bahnlinie wäre wohl reine Formsache. "Jeder kann dort seine Wünsche anmelden." Doch die Reaktivierung der Bahnlinie von Wiesau über Waldsassen nach Eger wäre im bisherigen Verfahren niemals ein Thema gewesen.

Nach Einschätzung eines Rathaus-Sprechers wäre der Ausbau, der im Entwurf unter Nr. 324 gelistet ist, wohl noch von früheren Fortschreibungen her übrig - unabhängig von der weiteren Entwicklung in den vergangenen Jahren. Denn der Nutzung der Bahnlinie für den Bau der Straße hätten die zuständigen Behörden klar zugestimmt - bereits im Anhörungsverfahren für die - seit Jahren fertiggestellte - Ortsumgehung Hundsbach von der Grenze bis zur Schirndinger Straße. Es sei davon auszugehen, dass der Vorschlag so lange im Entwurf bestehen bleibe, bis die Flächen nicht mehr für den Eisenbahnverkehr gewidmet sind.

Terminkalender Vortrag "Menschen wie du und ich"

Waldsassen. (pz) "Menschen wie du und ich - Porträts und Erinnerungen an frühere Waldsassener Persönlichkeiten, Vorfahren und Mitbürger", lautet der Titel eines Vortrags, den der Gerwigkreis heute, 19.30 Uhr, im Jugendheim anbietet. Konkret geht es um rund 130 Persönlichkeiten, die zu Waldsassen oder seinen Ortsteilen einen Bezug hatten.

An sie soll nun mit dem Vortrag erinnert und ihr "Steckbrief" den Zuhörern kurz ins Gedächtnis gerufen werden. Gleichzeitig wird mit diesem Rückblick in die Vergangenheit auch ein Stück Erinnerungskultur gepflegt und den verstorbenen Vorfahren und Persönlichkeiten, Freunden, Mitbürgern und Zeitgenossen ein stilles Totengedenken gewidmet.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.