Banküberfall Tännesberg: Polizei informiert über Ermittlungserfolg
Fluchtauto führt zu Bande

Tännesberg. (ca) In Tschechien sitzen drei Männer ein, die im Verdacht stehen, den Banküberfall in Tännesberg begangen zu haben. Das Polizeipräsidium Regensburg hat am Donnerstag weitere Einzelheiten zur Ermittlung preisgegeben. Demnach kamen die Ermittler durch Hinweise auf das Fluchtfahrzeug, mit dem sich das Trio vom Tatort in Tännesberg abgesetzt hatte, auf die Tatverdächtigen.

Diese wichtigen Informationen seien über das Gemeinsame Zentrum Petrovice-Schwandorf ins Nachbarland weitergegeben worden. "Dieses Wissen in Kombination mit eigenen intensiven Bemühungen der tschechischen Ermittlungsbehörden führte schließlich zur Festnahme", erklärt Polizeisprecher Albert Brück. Aus Sicht der Oberpfälzer Ermittlungsbehörden wird den drei tschechischen Staatsbürgern räuberische Erpressung vorgeworfen.

Als nächsten Schritt kündigte Brück einen Abgleich von Spuren an. Polizeibeamte hatten nach der Tat in einem Wald bei Tännesberg Kleidungsstücke gefunden, die den Tätern zugeordnet werden. Diese Fundstücke werden derzeit beim Rechtsmedizinischen Institut in Erlangen untersucht. Nach Abschluss ist ein Abgleich mit der DNA der Tatverdächtigen angedacht - "wobei auch hier die rechtlichen Grundlagen für ein Ermittlungsersuchen ins benachbarte Ausland beachtet werden müssen", so Brück.

Die grenzübergreifenden Bemühungen der Ermittlungsgruppe "Sparkasse Tännesberg" der Kripo in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Weiden liefen von Anfang an über das Gemeinsame Zentrum.Das länderübergreifende Verfahren befindet sich laut Brück in einer "sehr frühen Phase": Einzelheiten würden daher mit Blick auf die Bemühungen im Nachbarland nicht bekannt gegeben. Brück bezeichnet das Zusammenwirken von Polizei und Justiz auf Oberpfälzer und tschechischer Seite als "engagiert und routiniert".

Weitere Ermittlungen

Über die fallbezogenen Aktivitäten hinaus gilt es für die Behörden auch zu prüfen, ob das Trio noch für weitere Taten in Frage kommt. Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.
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