Barbara Schütz feiert 85. - Arbeitsreiches Leben
Politisieren und Lesen gehen noch gut

Barbara Schütz (Dritte von rechts) feierte am Dienstag ihren 85. Geburtstag. Unter anderem gratulierten dazu ihr Bruder Heinz (rechts), zweite Bürgermeisterin Anita Stauber (Zweite von links) und Stadtpfarrer Bernhard Müller (Fünfter von links). Bild: rgr
Grafenwöhr. (rgr) Das Zuhause war zerbombt, die Familie musste eine neue Bleibe suchen. Aber auch das Arbeitsleben war mit einer Zwölf-Stunden-Schicht nicht einfach. An ihrem 85. Geburtstag blickt Barbara Schütz zurück und sagt: "Es war eine harte Zeit."

"Vor 1945 haben wir in der Rupprechtstraße im Truppenübungsplatz gewohnt", erzählt die Jubilarin am Dienstag bei ihrer Feier. 1947 wurde eine Übergangslösung im Schwemmer-Anwesen in Trag gefunden. Ein paar Jahre später haben die Eltern ein Haus in der Bahnhofsiedlung gebaut, "wo ich auch fest mit angepackt habe", erinnert sich die gebürtige Grafenwöhrerin. "Sparen" habe das Motto der achtköpfigen Familie gelautet.

Ihren Lebensunterhalt verdiente sich Schütz 15 Jahre lang bei der Firma Nicklas in Grafenwöhr, wo eine Zwölf-Stunden-Schicht selbstverständlich war. Danach übernahm sie im Amberger Waisenhaus die Erziehung von 15 Kindern. Wiederum 15 Jahre arbeitete sie im Maxfeld-Kurbad als Masseurin in Nürnberg. Als ihre Mutter pflegebedürftig wurde, übernahm sie ihre Betreuung, ebenso die einer ihrer Brüder.

Viel Freude machten ihr lange Jahre zwei Dackel, namens "Seppl". Auch reiste sie gerne nach Italien, in die Türkei, an die Krim und in die Schweiz. "Das kann ich gesundheitlich leider nicht mehr machen, aber dafür lese ich noch gerne", betont Schütz. "Auch das Politisieren, wie beispielsweise über die Finanzkrise in Griechenland, geht noch sehr gut", bestätigt ihre Nichte Christa.

Außer ihrer Familie gratulierten zweite Bürgermeisterin Anita Stauber, Stadtpfarrer Bernhard Müller sowie Maria Zitzmann für den Pfarrgemeinderat.
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