Barrierefrei in Hardtheim

Im Frühjahr soll es losgehen: Im Ortsteil Hardtheim werden acht barrierefreie Mietwohnungen gebaut.

Floß. (le) Seit November bemüht sich die Baugenossenschaft "Eigenheim" darum. Nun waren die Verhandlungen erfolgreich. Entwurfsplanungen liegen bereits vor. Damit könnte der Flosser Bauverein 2015 sein 95-jähriges Bestehen krönen.

Die Baugenossenschaft wird nach einer Pause von 22 Jahren, 1992 wurden die letzten zwölf Mietwohnungen in der Schönbrunner Straße ihrer Bestimmung übergeben, ihre Wohnbautätigkeit fortsetzen.

Der Standort in Hardtheim bietet sich an, zumal das bestehende Wohnensemble der Genossenschaft aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts dadurch aufgewertet wird. Das bestätigte auch die Regierung der Oberpfalz und lobte das Verhalten der Genossenschaft bei der Entscheidung über Kauf- und Tauschangebote. Es wäre ein Fehler gewesen, wenn die Genossenschaft ihr Bauland verkauft hätte.

Förderung ausschöpfen

Erste Planskizzen und Überlegungen entwarfen SHL mit Dr. Emil Lehner und Architekt Uwe Reil, die schon im Frühjahr 2014 Gegenstand einer ersten offiziellen Besprechung bei der Regierung waren. Im Frühjahr haben die Regierungsvertreter den Standort begutachtet. Das Ergebnis: "Wir ziehen alle Register, die die staatliche Förderkulisse für hochwertige Wohnungen bereithält." Die Bauplanungen für den Neubau von mindestens acht barrierefreien Mietwohnungen wurden damit gestärkt. Darauf konnten Finanzierung und Wirtschaftlichkeitsberechnung ausgerichtet werden. Hilfe bei der Beantragung öffentlicher Mittel gab's vom Sachgebiet 35/Wohnungswesen der Regierung.

Vorsitzende Marika Mauerer und Berater Fred Lehner halten als handfeste Begründung für die Durchsetzung des Wohnbauprojekts fest, dass sich die Wohnbedürfnisse nicht zuletzt durch den demografischen Wandel gewaltig geändert haben. Die Genossenschaft räumt auch einer Modernisierung der bestehenden Mietwohnungen hohen Stellenwert ein. Dadurch soll der Markt als Wohnstandort nachhaltig gestärkt werden - ganz im Sinne der kommunalen Bestrebungen "Zukunft Floß".

Die Entwurfsplanung sieht einen zweigeschossigen Baukörper mit flach geneigtem Satteldach, pro Geschoss 4 barrierefreie und rollstuhlgerechte Wohnungen mit Aufzug, 6 Wohneinheiten mit jeweils 2 Kinderzimmern und 2 Wohneinheiten ohne Kinderzimmer vor. Die Wohnungsgrößen liegen bei 118,5 Quadratmeter (4 Wohnungen), 101,2 Quadratmeter (2 Wohnungen) und 81,4 Quadratmeter (2 Wohnungen). Die Erschließung erfolgt über Laubengänge, im Obergeschoss befinden sich Balkone. Gebaut werden behindertengerechte Stellplätze, ein Kinderspielplatz und Nebengebäude mit ebenerdigen Abstellräumen.

1,7 Millionen Euro

Die Kosten werden auf 1,7 Millionen Euro geschätzt. Geld des Bauherrn, öffentliche Mittel durch ein zinsverbilligtes Darlehen und Kreditmarktmittel sollen die Finanzierung sichern. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung geht derzeit von 4,70 bis 5 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche aus.
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