Bauausschuss beschließt Aufforstung einer Ausgleichsfläche für das Industriegebiet
Im Gegenzug Wald schaffen

Wernberg-Köblitz. (cv) Wenn Kommunen Industrie- und Gewerbegebiete erschließen, müssen sie Ausgleichsflächen schaffen. Da bei der Ausweisung des Gewerbegebiets West II umfassend Waldflächen beansprucht wurden, forderte die Forstbehörde, dass wenigstens ein Drittel der Ausgleichsprojekte Waldbegrünung oder -umbau sein muss. Die nun dem Gremium präsentierte Maßnahme stufte Bauamtsleiter Stefan Ott als eine der wichtigsten Ausgleichsflächen für das Industriegebiet ein, kann dadurch doch wieder Wald entstehen. Bei der Fläche handelt es sich um den "Wildschweinacker" an der A 93, zwischen Saltendorfer Brücke und dem Kreuz Oberpfälzer Kreuz gelegen.

17 Hektar Ausgleich

Die Angebotspreise des günstigsten und teuersten Bieters lagen 100 Prozent auseinander. Den Zuschlag erhielt die Baumschule Kahl in Plößberg für rund 33 000 Euro inklusive Zaun und Entwicklungspflege. Die Laubwaldaufforstung ist eine von mehreren Maßnahmen. Für das 30 Hektar umfassende Industriegebiet West II müssen 17 Hektar ausgeglichen werden. In den nächsten Jahren folgt ein Projekt am Schwallbach in Neunaigen/Holzhammer.

Im Industriegebiet West II wurden inzwischen die Bürgermeister-Birkmüller-Straße, die Ulrich-Hübner-Straße und die Dr.-Fritz-Loew-Straße mit einer Asphaltbetondeckschicht versehen, um die bereits drei Jahre alte Bitumen-Tragschicht vor Witterungseinflüssen, Salz- und Frosteinwirkungen zu schützen. Die Parzellierungen haben sich aufgrund der unterschiedlichsten Grundstücksanfragen teilweise geändert. Deshalb wurden noch vorher zusätzliche Hausanschlüsse für Wasserleitung, Schmutzwasser, Regenwasserkanäle und Gasanschlüsse für weitere Parzellen verlegt.

Cosch baut

Hier wird auch zügig gebaut: In der Dr. Fritz-Loew-Straße entstehen zum einem zwei Massivgaragen für das hier ansiedelnde Fitnessstudio "Body-Gym", zum anderen eine neue Produktionshalle - 21 Meter breit und 87 Meter lang - mit Büro und Ausstellung des Unternehmens Cosch Edelstahltechnik aus Nabburg. Wie im Bauausschuss zu hören war, wird von anfangs 16 Arbeitsplätzen ausgegangen.

Stefan Ott gab noch Bauanträge bekannt, die bereits auf dem Verwaltungsweg an das Landratsamt weitergeleitet sind: Überdachung einer Flachdachgarage in der Bayernstraße 30; Errichtung von zwei Holzlegen, eines Geräteschuppens und eines Gartenhauses in der Rabenbühlstraße 9; Beseitigung eines Wohnhauses mit Nebengebäude in der Sportplatzstraße 5; Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in der Beringerstraße 6; Errichtung von zwei Dachgauben am Wohnhaus in Neunaigen, Wolfsgrube 1; Neubau eines Einfamilienhauses in Saltendorf, Pfreimder Straße 20.

Eine Voranfrage auf Wohnhausbau mit Doppelgarage am Kalvarienberg 4 lag dem Gremium ebenfalls vor. Da der Plan zu sehr von den Vorgaben des Bebauungsplanes Galgenberg abweicht, wurde er abgelehnt.
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