Baubeginn für 2016 im Visier

5900 Fahrzeuge rollen Tag für Tag durch die Michelfelder Straße. Das hat ihr merklich zugesetzt. Für ihre genervten Benutzer kommt aber jetzt eine Besserung in Sicht.

Einstimmig beschloss der Stadtrat am Mittwochabend, Pläne für eine Sanierung der Michelfelder Straße erarbeiten zu lassen. Sie schließt sich nahtlos an die Untere Vorstadt an.

Kamerafahrt im Kanal

In der Sitzung erläuterte der Vertreter des Ingenieurbüros Baur-Consult die Vorgeschichte, die mit der topographischen Geländevermessung heuer im Januar begann. Baugrunduntersuchungen, eine Verkehrszählung und eine Kamerafahrt durch den Kanal folgten.

Begonnen werden soll mit den Bauarbeiten an der Einmündung zur B 85. Großer Wert wird auf Barrierefreiheit gelegt; auch im Blick auf den Gehweg, der entlang der Trasse verläuft. Die Planer erwarten 45 bis 48 Prozent Förderung zu den Gesamtkosten, die sich auf 1,2 Millionen Euro belaufen. Die spätere Sanierung der Unteren Vorstadt ist bereits mit anvisiert.

Gefährliche Rinne

Das Verkehrsaufkommen auf der Michelfelder Straße ist groß - durchschnittlich 5900 Fahrzeuge passieren sie pro Tag. Eine reine Überteerung würde keine Verbesserung bringen, weshalb eine vernünftige Sanierung notwendig sei, empfahl das Planungsbüro.

Dr. Edmund Goß (SPD) betrachtete vor allem die Rinne an der Auffahrt zum Krankenhaus als sehr gefährlich. Diese müsse auch mit einen nicht geländegängigen Fahrzeug passierbar sein. Das Bushäuschen sei nicht zu vergessen, ebenso der Gehsteig. Er fragte an, wann die Arbeiten beginnen sollen. Bürgermeister Joachim Neuß erklärte, dass die Planungen vorangetrieben würden, um einen Baubeginn 2016 zu ermöglichen.

Anfragen zur Kanalentwässerung und der Kostenbeteiligung der Bürger stellte Herbert Appl (CSU). Neuß erklärte, dass eine breite Umverteilung der Kosten geplant sei. Die Übersicht an der Einfahrt neben der Bushaltestelle müsse gewährleistet sein, hakte Holger Eckert (Freie Wähler/Aufschwung Auerbach) nach.

Ob eine Beleuchtung im nördlichen Bereich geplant sei, wollte Hans Kaiser (Christliche Umland-Union) wissen. Dies sei nicht der Fall, antwortete der Planer. Kaiser fragte auch nach einem sogenannten Flüsterasphalt. Er würde das Projekt verteuern. Ob Leerrohre verlegt werden, will der Rathauschef prüfen lassen. Die Planer rechnen mit einer Bauzeit von vier Monaten. Sie soll in verschiedenen Abschnitten ablaufen.

Jahresrechnungen abgehakt

Einstimmig wurden in der Sitzung die Jahresrechnungen und Rechenschaftsberichte durchgewunken. Ein Lob galt hier dem Stadtkämmerer Michael Bierl.
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