Bauern fordern Ausgleich

Mit einer umfangreichen Tagesordnung befasste sich die Obmännerversammlung des Bayerischen Bauernverbandes in Großbüchlberg. Unser Bild zeigt die zahlreichen Referenten mit ihren Gastgebern. Mit dabei waren (von links) Kreisobmann Ely Eibisch, Projektmanager Günther Erhardt, stellvertretender Kreisobmann Albert Wolfrum, Bürgermeister Roland Grillmeier, stellvertretende Kreisbäuerin Irmgard Zintl, Ina Haffke (TenneT), Martin Wittmann (Sprecher BI Steinwald), Andreas Herath (TenneT), stellvertretender Kreisob

Hier der Ostbayernring, dort die Gleichstromtrasse: Das Informationsbedürfnis der Landwirte war groß beim Treffen der Obmänner im Bauernverband. Und da ging es nicht nur um Energie.

Fast drei Stunden diskutierten die gut 60 Teilnehmer in der "Petersklause" aktuelle Themen. Zunächst berichtete Kreisobmann Ely Eibisch über die Aktivitäten in diesem Jahr. Vom Bauernmarkt in Kemnath bis zum Schlepperturnier in Wolfersreuth beteiligte sich der Verband an zahlreichen Veranstaltungen. Auch wurden zu landwirtschaftlichen Themen Gespräche mit Ministerien, Abgeordneten und dem Landratsamt geführt. Ausführlich ging Eibisch auf die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik und die neue Düngeverordnung ein, die mit neuen Regelungen und Auflagen die Landwirte vor große Herausforderungen stellt.

Im Anschluss stellte Andreas Herath, Firma TenneT, die Planungen zum sogenannten Ostbayernring vor. Er erläuterte die technischen Notwendigkeiten für den Ausbau der bestehenden Leitung und ging auf das rechtliche Verfahren ein. Die Landwirte forderten dabei einen jährlichen Ausgleich für die dauerhafte Belastung.

Um eine ganz andere Leitung, nämlich die der Gleichstromtrasse, ging es bei Martin Wittmann, dem Sprecher der Bürgerinitiative "Steinwald sagt Nein zur Monstertrasse". Wittmann zeigte die Grobkorridore für einen möglichen Trassenverlauf auf und gab Informationen zu Planungsstand und Hintergründen. Wittmann appellierte an alle, mit dem Beitritt zur Bürgerinitiative den Widerstand quer durch den Landkreis zu unterstützen.

Günther Erhardt stellte sich als Projektmanager der Öko-Modellregion Steinwald vor. Ziel ist es, vor allem der Ausbau der regionalen Vermarktung zu verbessern. Dazu lud er zu zwei Auftaktveranstaltungen ein, am 11. November in Ölbrunn ins Gasthaus "Zur schönen Aussicht" und am 13. November in die "Schloßschänke" nach Friedenfels, Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Eingeladen sind vor allem Biobetriebe und Regionalvermarkter.

Stellvertretender BBV-Obmann Martin Härtl informierte über die derzeitige Situation am Milchmarkt. Der Milchpreis sei - bedingt durch die Russlandkrise - massiv zurückgegangen. Bester Indikator sei dabei der Kieler Rohstoffwert, der momentan auf dem niedrigsten Stand seit Juli 2012 liege. Der Bauernverband fordere eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage, um solch gravierende Preis- und Einkommenseinbußen abzufedern.

Zum Thema Milch findet am 25. November im Mitterteicher Josefsheim ein Bauerntag mit dem stellvertretenden Präsidenten Günter Felßner, statt, Beginn ist um 20 Uhr. Abschließend informierte Bernhard Härtl zum Schweinemarkt mit dem Schwerpunktthema "Antibiotikmonitoring". Der Sprecher betonte, dass damit für den Verbraucher zusätzliche Sicherheiten geschaffen würden. Für den Landwirt bedeutet dies jedoch einen zusätzlichen Aufwand. Auch die Initiative "Tierwohl" solle den Wünschen der Verbraucher entsprechen. Diese Initiative werde Anfang nächsten Jahres zusammen mit dem Lebensmitteleinzelhandel gestartet. Zu all diesen Themen wird der Bayerische Bauernverband (BBV) speziell für die Schweinehalter informieren. Am 25. November, 13.30 Uhr, gibt es dazu im Hotel Igl in Baumgarten (Püchersreuth) eine Infoversammlung. In einem Grußwort dankte Bürgermeister Roland Grillmeier den Landwirten für ihre wertvolle Arbeit. Leitender Landwirtschaftsdirektor Wolfgang Wenisch stellte die Änderungen am Amt für Landwirtschaft vor und lud zu diversen Veranstaltungen ein.
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