Bauernbrot und "Stinkerkäse"

Bei einem kühlen Bier und frisch gebackenem Bauernbrot genossen die zahlreichen Besucher das elfte Backofenfest. Bild: hia

Der Aufwand rund um das elfte Backofenfest war zwar enorm, aber die Tradition rechtfertigte die Mühen. Das Fest ist einmalig in der Großgemeinde, das Kleinod von historischem Wert und das kulinarische Angebot ein Publikumsmagnet.

"Ich bin froh, dass es so gut gelaufen ist", freute sich der sichtlich zufriedene Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft Windischenlaibach und Umgebung Manfred Kauper. Nicht viele Soldatenkameradschaften können sich einer derartigen Lebendigkeit und eines überregionalen Bekanntheitsgrads rühmen.

Vor allem auswärtige Besucher zog das Backofenfest einmal mehr an. "Schee war's", betonte Fritz Nietner aus Seybothenreuth. Der Obmann des Frankenwaldvereins, Ortsgruppe Bayreuth, war mit 15 Wanderern unterwegs. Ihnen hatte er von der Frankenberger Höhe kommend die Schönheit der südlichen Ausläufer des Fichtelgebirges zwischen Ochsenkopf und Rauhen Kulm gezeigt. Das Backofenfest stand schließlich als Ziel auf dem Programm.

Boarische Stimmungsmusik

Rechtzeitig zum Kaffeetrinken war er mit seinen Gästen eingetroffen. Andere nutzten bei ihrer Radtour die Gelegenheit zum Zwischenstopp. So waren zweite Bürgermeisterin Simone Walter und Gemeinderätin Annke Gräbner mit einer Plössener Gruppe auf den Drahteseln unterwegs und kehrten im Dorfgemeinschaftshaus ein. Dort griff Jonas Kauper mächtig in die Tasten seiner Steierischen. Bei seiner boarischen Stimmungsmusik war dem 16-Jährigen nicht anzumerken, dass er erst seit vier Monaten bei Markus Brand in die Schule geht.

Vor allem das Personal am Küchen- und Kuchenbüfett hatte viel zu tun. Seit dem Frühschoppen, der nahtlos in den Mittagstisch überging, war es ein Kommen und Gehen. Schnell waren die Grillhaxen vergriffen. Auch die geräucherten Forellen waren bei den Gästen sehr beliebt. Ein Renner waren wieder einmal die Bauernbrotvariationen mit Schmalz und selbst gemachter Mettwurst. Dazu kamen noch Obatzta, der Stinkerkäse (Backsteinkäse) sowie der bayerische Wurstsalat und die Hausmachersülze. 40 Laib Brot hatten die Helfer um Manfred Kauper für das Backofenfest am Wochenende herausgebacken.
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