Bauernverband übergibt Forderungsliste an EU-Abgeordnete Ulrike Müller
Milch zu Schleuderpreisen

Ely Eibisch (Vierter von links) und Kreisbäuerin Christa Söllner (Vierte von rechts) überreichten ihre Forderungen an EU-Abgeordnete Ulrike Müller (Fünfte von rechts). Bild: kaz
Forderungen und Probleme bei einem Frühstück austauschen - dem Bauernverband Tirschenreuth gelang das mit Ulrike Müller. Sie ist für die Freien Wähler im Europaparlament tätig. Das wichtigste Anliegen der Landwirte war die Milchpreispolitik der Supermärkte und Discounter, welche die Milch zu Schleuderpreisen verkaufen würden.

Kreisobmann Ely Eibisch freute sich über den Besuch. Besonders schätzen die Landwirte an der Politikerin, das Müller selbst auf einem Bauernhof groß geworden ist und sich mit der Materie auskenne. Müller arbeitet in Brüssel in Umwelt- und Landwirtschaftsausschüssen. Im Namen des Bauernverbandes übergab Eibisch eine Liste mit Forderungen, die Müller bei ihrer Tätigkeit berücksichtigen solle. Die Landwirte wünschen sich eine Entlastung bei den Sozialversicherungen.

Die im Wahlkampf von Ilse Aigner angepriesene Entlastung sei bis heute nicht umgesetzt worden, betonten die Landwirte. Der wichtigste Punkt auf der Forderungsliste sei die Milchpreispolitik. Aktuell bekommen die Milchbauern für einen Liter Milch durchschnittlich 29 Cent. Das sei zu wenig. Discounter und Supermärkte würden bei dem Milchpreis eine große Rolle spielen. So würden sie sich in Marken einkaufen und dadurch den Preis für Milch drücken. Müller stimmte zu: "Es kann nicht sein, dass man für Mineralwasser mehr bezahlt als für einen Liter Milch!".

Müller verriet, dass in den nächsten Tagen bayernweite Aktionen gegen den niedrigen Milchpreis stattfinden sollen. Auch plane sie in ihren Ausschüssen, dass die Abgaben der Milchbauern für Quotenüberlieferung direkt für den Milchsektor verwendet werden sollen.
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