Baulücke bald Vergangenheit

Das alte "Langmann-Haus" ist abgebrochen. Die entstandene Baulücke soll wieder geschlossen werden. Dem Stadtrat lag nun ein Antrag auf Bau eines Mehrfamilienhauses vor. Bild: Völkl

Eine schwierige "Geburt": Es waren viele Gespräche mit der Denkmalschutzbehörde erforderlich, bis Johann Langmann das einsturzgefährdete, aber denkmalgeschützte Anwesen in der Freyung abbrechen durfte. Nun wird die Baulücke geschlossen.

Pfreimd. (cv) Dem Stadtrat lag ein Antrag auf Bau eines Mehrfamilienwohnhauses vor. Grundsätzlich soll im Häuserensemble wieder eine geschlossene Bauweise zum Tragen kommen. Wie Verwaltungsleiter Bernhard Baumer ausführte, weicht der Neubau 1,50 Meter vom Anwesen des Nachbarn Hubert Betz ab. Ist die Häuserflucht damit wieder geschlossen?

Städtebaulich vereinbar

Der städtebauliche Berater, Architekt Günther Naumann, stimmt dem Plan aus gestalterischer Sicht zu. "Allerdings sind die Nachbarunterschriften nicht vollständig", so Baumer. Mit Zustimmung des Stadtrates wurde der Neubauantrag an das Landratsamt weitergeleitet.

Dritter Bürgermeister Hubert Betz meldete sich zu Wort, um zu erklären, warum er den Plan nicht unterschrieben hat. "Mir liegt als Stadtrat sehr daran, dass die Lücke wieder geschlossen wird", schickte er voraus. Doch es solle ein gelungener Bau werden. Er halte den Plan jedoch für "verbesserungswürdig".

Ein weiteres Baugesuch lag von Mirko Hägler, Schmelzweg 1, vor. Hägler möchte die Bürofläche in seinem bestehenden Wohn- und Geschäftshaus erweitern. Dazu müssen die Wohnräume im Obergeschoss umgenutzt, werden. Eine Verbindungstreppe wird eingebaut und der Balkon eingehaust. Auch gegen diesen Antrag hatte der Stadtrat nichts einzuwenden.

Verfahren ruht

Bürgermeister Richard Tischler gab dem Gremium den weiteren "Fahrplan" der Stadt in Sachen "Konzentrationsfläche zur Windkraftnutzung in Pamsendorf" bekannt. Die geplanten Windkraftanlagen wurden vom Landratsamt genehmigt. Bereits im Vorfeld wurde eine Klage angekündigt. Kurz vor dieser Genehmigung hat der Bayerische Landtag die 10H-Regelung verabschiedet. "Wir müssen jetzt prüfen, welche Konsequenzen sich aus diesen beiden Tatsachen für unser Verfahren zur Ausweisung einer Konzentrationsfläche ergeben", betonte Tischler. "Solange die Rechtslage nicht geklärt ist, lassen wir das Verfahren zur Ausweisung einer Konzentrationsfläche ruhen."

Das heißt, dass auch die im Zuge der ersten Auslegung eingegangenen Bedenken und Anregungen vorerst nicht behandelt werden können. "Erst wenn definitiv feststeht, dass es eine rechtliche Grundlage für die Fortsetzung des Verfahrens gibt, werden wir dieses wieder aufnehmen".

Vorab keine Antwort

Dann würden auch die bisher vorgebrachten Einwendungen und Bedenken - wie im Verfahren vorgesehen - in einer öffentlichen Stadtratssitzung abgewogen. Es sei nicht üblich, den Verfassern von Einwendungen außerhalb des Verfahrens zu antworten", betonte der Bürgermeister. "Das ist auch in diesem Fall nicht vorgesehen".

Sondersitzung "Paintball"

Für den zweiten Dauerbrenner, den Bau einer Paintballanlage am Ortsrand von Pfreimd, gilt das gleiche: Bis 19. Dezember liegen die Pläne zur Einsicht und Stellungnahme auf. Auch hier gibt es keine individuellen Benachrichtigungen. Wenn die erste öffentliche Auslegung zu Ende ist, werden die Einwände abgewogen. Für das Thema hat die Stadt am 4. Februar um 18.30 Uhr eine Sondersitzung angesetzt. Einziger Tagesordnungspunkt: "Behandlung der Ergebnisse der ersten Auslegung zur Schaffung eines Sondergebietes zur Errichtung einer Paintballanlage". Da Bürgermeister Richard Tischler mit größerem Zuhörerandrang rechnet, wird auf den Bürgersaal ausgewichen.
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