Bauwerber gibt es genug

Nur noch ein heller Stumpf (rechts unten) ist von dem alten Birnbaum übrig geblieben. Er wurde von einem Unbekannten gefällt und stand nicht nur an einer markanten Stelle am Schlossberg, sondern auf Gemeindegrund, der als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Deshalb hat das Rathaus Anzeige erstattet und die Polizei einen Zeugenaufruf (Inspektion Amberg, Telefon 09621/8900) gestartet. Bild: sam

Da gab es noch einiges abzuarbeiten. Der Gemeinderat befand in seiner letzten Sitzung dieses Jahres noch über diverse baurechtliche Fragen und musste recht komplexe Probleme lösen.

So etwa in dem Baugebiet Rieden-Ost. Hier war in einem Fall die Bauaufsicht eingeschritten und forderte die Nachreichung eines Tekturplanes ein. Es geht um den Neubau eines Wohnhauses samt Einliegerwohnung und Doppelgarage. Wesentlicher Bestandteil der geltenden Leitplanung ist, dass die Gebäudehöhen der natürlichen Grundstücksprofilierung angepasst sind und bestimmte, genehmigte Höhen nicht überschreiten dürfen.

Als der Plan dieses Hauses genehmigt wurde, waren die der Erschließung dienenden Mozart- und Max-Reger-Straße noch nicht fertiggestellt. Die verlangte Tekturplanung zielte deshalb darauf ab, die festgesetzten Höhen mit den tatsächlichen Verhältnissen abzugleichen. Nicht zugestimmt wurde einer Voranfrage zum Anbau und der Aufstockung des bestehenden Wohnhauses Mozartstraße 5.

Zu viel des Guten

Das Vorhaben wäre darauf hinausgelaufen, aus dem bisherigen Wohnhaus mit nur einem Erdgeschoss ein Dreifamilienhaus mit Ober- und ausgebautem Dachgeschoss zu machen. Das ging dem Marktrat zu weit. Die umliegenden Häuser, so die Argumente, seien zwar durchaus auch mehrgeschossig, hätten aber keinen Mehrfamilien-Charakter. Zudem würden festgesetzte Höhen überschritten und Nachbarrechte beeinträchtigt. Zustimmung gab es hingegen für ein Projekt Im Lehel. Dort soll ein eingeschossiger Bürotrakt entstehen, was nicht dem geltenden Bebauungsplan entspricht.

Die Befreiung wurde mit der Bedingung verknüpft, den entstehenden Komplex nicht mehr aufstocken zu dürfen. Gleichfalls nur unter Auflagen genehmigt hat das Gremium eine Nutzungsänderung für das ehemalige Forstanwesen Taubenbach 1 und 2 ausschließlich zu Wohnzwecken. Beide Gebäudetrakte stehen unter Denkmalschutz. Dem dürfe die neue Nutzung nicht zuwiderlaufen, schränkte der Marktrat ein.

Der vorhandene Trinkwasserbrunnen müsse auch weiterhin nutzbar sein und der neue Eigentümer eine nötige Kleinkläranlage bauen. Denn eine Anbindung an die öffentliche Wasserver- und Abwasserentsorgung schloss die Gemeinde aus. Die Verwaltung hat zudem einen Verstoß gegen den Natur- und Landschaftsschutz bekanntgegeben. Demnach wurde vor wenigen Tagen ein alter Birnbaum gefällt und ist seither verschwunden. Der Baum stand an der Schnittstelle zwischen der Auffahrt zum Schlossberg und dem weiterführenden öffentlichen Feldweg. Die Fläche gilt als Ausläufer des unter Naturschutz stehenden Trockenmagerrasen-Hanges, weshalb die Gemeinde Anzeige erstattet hat.

Platz für Räumdienst

Das Rathaus hat zudem darauf hingewiesen, dass die Anlieger bestimmter Straßenzüge (zum Beispiel im Haselbergweg in Rieden-West oder Am Sonnenhang in Vilshofen) wegen des anstehenden Winterdienstes beim Parken Rücksicht nehmen und nach Möglichkeit nicht auf der Straße stehenbleiben, um Räumfahrzeuge nicht zu behindern. Ansonsten müsse unter Umständen in kauf genommen werden, dass einige Straßen nicht mehr angefahren werden können.

Die Gemeinde hat Hauseigentümer aufgefordert, die vor zwei Wochen verteilten Wasserablesezettel an die Marktverwaltung zurückzugeben, um die jährliche Abrechnung zeitnah abwickeln zu können. Eigentümer, die vom Wasserwart wegen des Austauschs des Wasserzählers besucht werden, sollten abgesprochene Termine auch einhalten. Ein eigenständiges Ablesen des Zählerstandes ist dann nicht nötig. Im Regelfall können die Daten dem Rathaus auch per Telefax (09624/920227) oder E-Mail (info@rieden.com) angegeben werden.
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