"Bayerische" als Probelauf

Christian Doser von den Hochstaplern und Bundestrainer Burkhard Reuhl (von links) hatten bei der Meisterschaft schwierige Entscheidungen zu treffen. Bei den Wettkämpfen ging es nicht nur um Tausendstelsekunden, sondern auch um Regelverstöße. Videoaufnahmen mussten wie hier im Bild ausgewertet werden. Bild: bkr

Burkhard Reuhl kam, sah und war zufrieden. "Es sieht schon sehr gut aus", schwärmte der Bundestrainer der Sport-Stacker am Samstag bei der offenen Bayerischen Meisterschaft in der Sportarena.

Speichersdorf. (bkr) Sein Augenmerk galt der Weltmeisterschaft am gleichen Ort im April. Es war Burkhard Reuhls dritter Besuch in der Vorbereitungsphase. Die Bayerische Meisterschaft dient quasi als Generalprobe für die Titelkämpfe im kommenden Jahr. Aufbau mit großer Bühne in der Mitte, rechts davon die Aufwärm- und links die Wettkampfzone, EDV-Technik im Hintergrund. "Die Speichersdorfer sind topp vorbereitet", lautet sein Urteil.

Fehler nicht wiederholen

Burkhard Reuhl weiß, wovon er spricht. Er hatte 2012 selbst eine WM im hessischen Butzbach organisiert. Die damals gemachten Fehler sollten sich in Oberfranken nicht wiederholen, meinte der Bundestrainer.

300 Teilnehmer aus 20 Nationen werden in Speichersdorf erwartet. Ab März beginnen dann die genaueren Planungen. Dann ist auch bekannt, wie viele Hochstapler im Team Deutschland vor eigenem Publikum antreten. "Ich habe mir heute schon Namen notiert", sagte er gegenüber dem "Neuen Tag". Welche? Das wollte Reuhl nicht verraten. Schließlich stehen noch Turniere und die Deutsche Meisterschaft in Boffzen aus. "Die Weltmeisterschaft wird eine tolle Sache, mit internationaler Begegnung und mit Rahmenprogramm." Für die Vorsitzende der Hochstapler, Monika Goßlau, war die Bayerische die Generalprobe schlechthin. Die ersten Aufgaben seien erledigt. "Die Nervosität hat sich erledigt", zeigte sie sich erleichtert. Die Hotels seien reserviert und die kleinen technischen Probleme am Samstag habe man in den Griff bekommen. Unterstützung bei der WM erhält sie direkt aus den USA von der World Sport Stacking Association. Sie bringt viel technische Ausrüstung mit nach Deutschland. Besonders erfreut ist Goßlau, dass die Sportarena ausreichend Platz für die Weltmeisterschaft bietet. Ihr Wunsch bleibt natürlich, möglichst viele eigene Stacker im deutschen Team zu sehen. "Je mehr, um so besser", sagte sie.
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